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Monteurunterkunft - Die Entwicklung

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Was sind Monteurunterkünfte?

Montagearbeiter werden für den Zusammenbau von Bauteilen, meist für Großprojekte, überregional angeheuert. Da sie von ihrem Wohnort für Tage oder Wochen entfernt sein müssen, beziehen sie Unterkünfte nahe der Einsatzstellen. Diese Quartiere nennt man Monteurwohnungen. Sie gestalteten sich zu einer unverzichtbaren Einrichtung und schließen somit eine Lücke.

Entwicklung bild 1 Meist handelt es sich um Zimmer und Wohnungen, die für eine bestimmte Zeit an Pendler, privat oder gewerblich vermietet werden. Preislich bieten sie eine interessante Alternative zur herkömmlichen Unterbringung in Pensionen, Hotels und Gaststätten. Einfache Räume kosten in etwa ab 10 Euro täglich.

Von Hauseigentümern angebotene Monteurzimmer schaffen eine wohltuende Intimsphäre und geben dem Arbeiter mehr das Gefühl von Familie und Heimat. Die Unterbringung der Person findet im Ein- oder Zweibettzimmer statt. Natürlich finden sich in der Auswahl auch Mehrbettzimmer, die preislich um einiges billiger offeriert werden.

Die Ausstattung erscheint eher einfach. In der Regel verfügen die Zimmer über ein kleines Bad und Kitchenette. Ebenso ist eine Grundausstattung an Geschirr und Kochutensilien vorhanden, damit sich der Mieter selbst versorgen kann. Bettwäsche und Handtücher stellt der Hausherr. Frühstück wird normalerweise nicht angeboten.

Der Arbeiter, der sein Zimmer von privat mietet, genießt sozusagen sein eigenes kleines Reich. Er muss mit niemandem teilen, wählt das TV-Programm, welches er sehen will, und schätzt seine Ruhe. Vor allem nachts wird er nicht durch einen schnarchenden Kollegen gestört.

Hostels dagegen verfügen in der Regel über größere Räume mit mehreren Betten. Arbeitgeber buchen sie als Gruppenunterkünfte für ihre Monteure, die sich selbst versorgen müssen. Diese Art der Unterkunft offeriert wenig Bequemlichkeiten, dafür bietet sie eine günstige Alternative für die Firma. Es mangelt allerdings an Privatsphäre.

Hotels bieten natürlich mehr Komfort, doch für die Arbeiter sind sie meist unerschwinglich. Im Durchschnitt muss mit 60 Euro pro Tag gerechnet werden. Die Parksituation gestaltet sich oft schwierig. Parkplätze befinden sich entweder in einer Tiefgarage oder auf einem beengten Areal vor der Übernachtungsstätte. Eventuell fallen noch zusätzliche Gebühren an. Im Mietpreis inbegriffen ist die Zimmerreinigung und das Frühstück. Viele Hotels verfügen bereits über ein Gym oder Schwimmbad.

Pensionen bieten eingeschränkten Service an. Die Reinigung des Zimmers ist mit im Angebot. Frühstück wird auf alle Fälle serviert. Jedoch gibt es keine Kochgelegenheit im Raum. Die Kosten übersteigen in der Regel das tägliche Budget, das der Pendler von der Auslöse einplanen kann.

Wohnheime für Monteure findet man oft in strategischer Lage. Sie siedelten sich nahe der Autobahn oder an wichtigen Verkehrsknotenpunkten an. Die Arbeiter leben im Einzel- bzw. Mehrbettzimmer. Die letztere Variante beschreibt eher einen Großraum. Der Mieter bucht sich dort ein Bett in einem Saal. Oft stehen Etagenbetten zur Verfügung.

Gemeinschaftliche sanitäre Einrichtungen befinden sich auf den verschiedenen Etagen. Ebenso steht eine Gemeinschaftsküche bereit, in der sich jeder selbst versorgt. Im Grunde wird dort nur Essen aufgewärmt.

Zur Unterhaltung bieten alle Stockwerke einen Aufenthaltsraum mit Fernseher. Die Miete pro Tag beträgt oft nur 9,00 Euro. Zugänglich sind sie für Frauen und Männer. Außer großzügigen Parkplätzen existieren Zusatzräume für Werkzeuge und Material. Zusätzliche Leistungen, wie Wäscheservice, Internet, müssen extra bezahlt werden. Für Baufirmen bedeuten diese Wohneinrichtungen die kostengünstigste Alternative. Aus diesem Grund buchen sie oft ganze Etagen eines Wohnheims für die Unterbringung ihrer Arbeitergruppen.

Warum entstanden diese Wohnungen?

Monteurzimmer oder auch Handwerkerunterkünfte gibt es schon seit Jahrhunderten. Damals belegten sie hauptsächlich Handwerker auf der Walz. Nach ihrer Lehrzeit begaben sich die zünftigen Gesellen auf Wanderschaft. Sie erledigten Handwerksarbeiten überall, wo ihre Hilfe benötigt wurde. So lernten sie dabei immer mehr dazu und bereiteten sich auf die Meisterprüfung vor. Erst nach dieser Zeit der Erfahrungen ließ man sie zur Prüfung zu. Während sie sich auf der Walz befanden, nächtigten sie oft in Stallungen, Hütten oder kargen Zimmern, die man heute als Monteurzimmer bezeichnen könnte.

Heutzutage müssen für große Bauobjekte von der Baufirma oft zusätzliche Arbeiter/Pendler angeheuert werden, um den Auftrag zeitgemäß ausführen zu können. Sei es für Brücken-, Straßen- oder Tunnelbau bzw. andere Großprojekte. Dafür reisen diese Monteure oftmals im Kleintransporter von weit her an. Dann folgen vier harte Arbeitstage. Natürlich benötigen sie entsprechende Unterkünfte für diesen Zeitraum. Am Wochenende erfolgt schließlich die Rückreise in die Heimat.

Daher bieten Monteurunterkünfte die ideale Lösung für Arbeitgeber als auch für den Arbeitnehmer. Baufirmen brauchen für ständig wechselnde Einsatzstellen Monteurzimmer, um ihre festen Arbeiter dort für bestimmte Zeit unterzubringen. Für den Fall, dass diese nicht entbehrt werden können, heuert der Unternehmer Fremdmonteure von außerhalb an.

Oftmals liegen diese Übernachtungsstätten sehr verkehrsgünstig nahe der Autobahn, damit der Arbeiter schnell sein Ziel erreicht. Monteurwohnungen entstanden eben aus dieser Notwendigkeit, die Pendler an den auswärtigen Einsatzstellen unterzubringen.

Jedoch nicht nur Berufspendler sondern immer mehr Studenten, Urlauber und Kurzzeitmieter nutzen heute diese preiswerten Behausungen. Die Branche birgt Potenzial: Eröffnet sie doch Vermietern eine zusätzliche Einnahmequelle, die sich sehen lassen kann.

In Bezug auf die Entwicklung dieser Quartiere muss etwas in die Vergangenheit zurückgegangen werden.

Unterbringung in früheren Zeiten

Damals wurden Montagearbeiter in oft unzumutbaren Unterkünften untergebracht. Beispielsweise in alten, kargen Hütten, Wohnwagen oder Baracken ohne fließend Wasser und Toilette. Die kärgliche Ausstattung wirkte deprimierend. Natürlich gab es auch keine Klimaanlage. Für viele Monteure gestaltete sich dieser Aufenthalt als äußerst strapaziös, vor allem wegen Hitze- und Kälteeinwirkungen. Die Wohnunterkünfte reinigte man zudem nur sehr ungenügend.

Entwicklung bild 1 Die Barackenunterkunft für die Arbeiter bestand aus mehreren Etagenbetten, die in einem großen Raum verteilt lagen. Oft befanden sich bis zu 20 Männer in diesem Quartier. Als einziger Sichtschutz dienten nacheinander aufgestellte Spinde, die ihre persönlichen Gegenstände bargen. Dieser Schrank beinhaltete sozusagen die Privatsphäre des Monteurs.

In der Mitte des Raums stand ein Holzofen. Daneben aufgetürmt das Brennholz. Auf der Kochplatte konnte Essen erwärmt werden. Meist brodelte heißer Kaffee vor sich hin. Trotz des Ofens zog es in kalten Monaten durch alle Ritzen. Den Männern blieb nichts anderes übrig und so schliefen sie in ihren Klamotten.

Größere Unternehmen stellten sich später einen Bauwächter ein. Dieser sorgte für die Sauberkeit der Unterkünfte, hielt das Feuer in Schach und musste sich sogar um das Essen der Männer kümmern. Ansonsten überwachte er die gesamte Anlage und schaute nach dem rechten.

In späteren Jahren stellten manche Firmen Wohncontainer direkt an der Einsatzstätte auf. Dies ersparte den Monteuren die Anfahrten und sie kamen rechtzeitig zur Arbeit. Allerdings wurden sie auf engstem Raum zusammengepfercht und von Privatsphäre konnte kaum die Rede sein. Bedingt durch den beengten Freiraum eskalierten öfters Streitigkeiten. Probleme aller Art galt es zu schlichten. Der eine schnarchte zu laut, die anderen ließen ihre Emotionen beim Kartenspiel aus und der nächste beschwerte sich lautstark über dies und das.

Erschwerend kam hinzu, dass keiner sich von der Arbeit richtig erholen konnte. Denn selbst während der Ruhezeiten sah man nichts anderes als die Baustelle. Der mangelnde Privatbereich wirkte sich negativ auf die Psyche aus. Und einige litten schlicht an Heimweh nach der Familie und der Gemütlichkeit.

Die Situation verbesserte sich, als die Pendler in Pensionen, Gasthöfen oder Hotels nächtigten. Allerdings verlangten die Vermieter höhere Preise dafür. Die Auslöse, die der Arbeitgeber pro Tag bezahlte, lag meist unter den tatsächlichen Kosten. Für Übernachtung und Verpflegung fielen in etwa 35 DM an. Der Verpflegungsmehraufwand lag beispielsweise bei nur 25 DM täglich. Also zahlte der Monteur immer drauf. Alternativ blieb ihm nichts anderes übrig, als eine günstigere Bleibe zu finden.

Im Hotel oder Fremdenzimmer gab es kaum die Möglichkeit, selbst Speisen zuzubereiten. Daher kamen noch die Kosten für die Mahlzeiten in einem Restaurant oder Imbiss dazu.

Toiletten sowie Waschgelegenheiten in älteren Gaststätten befanden sich meist außerhalb des Zimmers. So musste sich der Arbeiter die sanitären Einrichtungen mit den anderen Gästen teilen. Das führte natürlich zu Problemen, weil das Bad am Gang ständig besetzt war. Vor allem morgens eskalierte diese Situation, sodass der Monteur verspätet seinen Arbeitsplatz erreichte.

Die Fremdenzimmer stattete der Hausherr später etwas »luxuriöser« aus. Er ließ ein kleines Waschbecken mit Spiegel und einige Kleiderhaken installieren. Schränke fehlten oft komplett.

Ein weiteres Manko stellte die Parkplatzsituation dar. Die wenig vorhandenen Plätze besetzte der Hauseigentümer oder seine Familie für eigene Zwecke. Der Monteur musste sich selbst auf der Straße vor der Herberge einen Parkplatz suchen. Solche zu finden, erwies sich mitunter als sehr schwierig. Und so blieb ihm nichts anderes übrig, als das Baufahrzeug gegenüber dem Haus abzustellen. Wenn sich die Nachbarn beschwerten, musste ein abgelegener Platz gefunden werden.

Im Winter erschwerten Regen, Schnee und Eis am nächsten Morgen die Abfahrt. Der Arbeiter mühte sich ab, erst alle Fenster vom Eis zu befreien. Oft streikte auch der Motor. Ebenso konnte er das weiter abgestellte Fahrzeug nicht im Auge behalten. Nur allzu oft kam es vor, dass Diebe die Gelegenheit nutzten und wertvolles Werkzeug mitgehen ließen.

Diese mangelhaften bzw. bescheidenen Wohnstätten für Monteure gaben dieser Branche auch einen negativen Touch. So verlockend doch die Entlohnung aussah, so weniger attraktiv blieb die Unterkunftssituation.

Die unzureichende Unterbringung stellte ein großes Problem dar. Aber ebenso schwierig war die Suche nach günstigen Zimmern oder Herbergen für Montagearbeiter. Angebote in den Zeitungen erschienen nicht allzu oft, denn die Vermieter wollten sich die hohen Inseratskosten sparen. Das Internet gab es in früheren Jahren leider noch nicht. Das machte es dem Monteur selbstverständlich schwer, eine geeignete Unterkunft zu finden.

Zudem weigerten sich einige Arbeitgeber, überhaupt Auslöse an die Arbeiter zu zahlen. Dies führte natürlich zu einem schlechten Image. Heute ist das Gott sei Dank anders.

Monteurunterkünfte in der heutigen Zeit

Viele Unternehmen, darunter vor allem Baufirmen, operieren heutzutage überregional. Heimische Handwerkerbetriebe senden ihre Mitarbeiter in weiter entfernte Regionen aus, um zu überleben. Daraus ergibt sich ein gesteigertes Interesse an erschwinglichen Monteurwohnungen für die Arbeitskräfte.

Die Zahl der Monteurarbeiter oder Berufspendler stieg auf ca. 30 Millionen im Jahr 2004. Die Ursache dafür ist die Öffnung des europäischen Binnenmarktes. EU-Bürger dürfen in allen EU-Staaten beschäftigt sein und sehen darin eine unverzichtbare Gelegenheit, der Armut zu entkommen.

Viele Firmen aus Polen, Tschechei, Rumänien und Ungarn werden angeheuert, da sie in der Regel günstiger arbeiten als die deutschen Unternehmen. Natürlich benötigen die Monteure Übernachtungsstätten, da die tägliche Heimfahrt keinesfalls in Frage kommt. Alleine schon aus zeitlichen und finanziellen Gründen. An den Wochenenden dagegen kehren sie meist in ihre Heimat zurück.

Aufgrund dieser kontinuierlich steigenden Zahlen erhöht sich logischerweise die Nachfrage nach Monteurunterkünften.

Diese Branche dominieren private wie auch kommerzielle Anbieter. Hauseigentümer spezialisieren sich vermehrt auf diesen lukrativen Wirtschaftszweig. Sie vermieten Zimmer im eigenen Haus an die Pendler. Gelegentlich werden Unterkünfte im Gästehaus nebenan angeboten.

Gleichermaßen konzentrieren sich Selbständige aus dem Tourismusbereich auf diese rentable Branche. Professionelle Wohnungsvermietung an Urlauber unterliegt der Saison. Außerhalb dieser Zeit stehen diese Räume oftmals leer. Trotzdem müssen sie gewartet und geheizt werden. Das bedeutet selbstverständlich finanziellen Verlust. Deshalb entschlossen sich diese Hauseigentümer wie auch die Professionellen, die Ferienzimmer für die Nachsaison oder ganz kurzfristig zwischendrin an die Handwerker zu vermieten. Natürlich mussten die gewerblichen Anbieter den Mietpreis senken. Doch diese neue Strategie vermindert auf alle Fälle diese wirtschaftlichen Defizite.

Kommerzielle Provider von Monteurwohnungen häufen sich. Diese Firmen konzentrieren sich ausschließlich auf die Beherbergung der Arbeiter. Im Vordergrund steht natürlich der Profit aber auch die Befriedigung der Bedürfnisse des Monteurs. Im Vergleich zu den privaten Vermietern bieten die gewerblichen Versorgung mit Essen, Wäscheservice und weitere kostenpflichtige Zusatzleistungen an.

Nach und nach verändert bzw. erweitert sich die herkömmliche Zielgruppe der Mieter. Ein neuer Personenkreis formierte sich. Sie kommen aus allen Bereichen des Lebens und üben die verschiedensten Berufe aus. Selbst Personen, die keiner erwerbsmäßigen Tätigkeit mehr nachgehen, nutzen als Kurzzeitmieter diese Einrichtungen. Das ist den Vermietern ganz recht, denn durch diese innovative Gruppe können Verluste erst gar nicht entstehen.

Im Gegensatz zu früher ist es heute wesentlich leichter, eine geeignete Bleibe zu finden. Im Internet bieten zahlreiche Portale und Angebotsbörsen Räumlichkeiten für Pendler an. Durch Eingabe der Postleitzahl werden auf Knopfdruck sofort freie Unterkünfte in der Nähe angezeigt. Fotos vom Zimmer plus Umgebung erleichtern dem Monteur die Wahl.

Verfügbare Objekte erscheinen auf Anhieb. Routinierte Montagearbeiter, die oftmals schnell einspringen müssen, installieren sich eine entsprechende App auf ihrem Handy. Auf diese Art und Weise finden sie in Minutenschnelle eine Wohnung dicht an dem Einsatzort. Auf einen Blick sehen sie, welcher Komfort geboten wird. Über diese App können sie gleich buchen.

Diese Angebotsbörsen wiederum helfen auch dem Vermieter mit der Vermarktung seiner Objekte. Auf den Online-Portalen kann er sich mit seinen Monteurzimmern präsentieren und somit an Kosten sparen. Das System erlaubt die Veröffentlichung von einem oder mehreren Fotos der Wohnung.

Damit verzichtet er auf teure Zeitungsanzeigen. Die ins Netz gestellten Inhalte ändert er jederzeit ab und passt sie den aktuellen Verhältnissen an. Zudem spricht er sofort die richtige Zielgruppe an. Im Online-Forum findet der Hausherr wie auch der Mieter Antworten auf viele Problempunkte. Des Weiteren entdeckt man Tipps und Ideen rund um dieses Thema. Beide Parteien profitieren von der Erfahrung professioneller Vermieter, die sich auf den Portalen austauschen. Sei es in Fragen zu Mietverträgen oder in rechtlichen Angelegenheiten.

Durch die stetigen Verbesserungen werden Monteurunterkünfte heutzutage auf einem progressiven Level gehandelt, was die Branche in ein sehr gutes Licht rückt. Allein dadurch entscheiden sich auch immer mehr Handwerker, auf Montage zu gehen. Denn Montagearbeit wird meist gut bezahlt. Mit zusätzlichen Leistungen wie Auslöse, Überstundenzuschläge, etc. kann sich der Arbeiter auf einen großzügigen Lohn freuen.

Mehr Komfort sichert permanente Auslastung

Die Wohnstätten entwickelten sich vor allem in puncto Behaglichkeit beachtlich weiter. Eigentlich dank der Monteure, die die ideale Beherbergungsstätte durch ihre Bedürfnisse definierten.

Sie legen großen Wert darauf, dass ihre Unterkunft in der Fremde dicht an ihrer Einsatzstätte liegt und zudem optimale Einkaufsmöglichkeiten bietet. Ein zusätzliches Plus bringt die kurze Entfernung zum Geldautomaten, Zahnarzt, Allgemeinarzt, Postamt oder zur Bank. Die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel schätzen vor allem jenige, die über kein Auto verfügen.

Weiterhin legen sie viel Wert auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die meisten wollen ein effektiv ausgestattetes Zimmer mit der Gelegenheit, sich dort selbst zu versorgen. Gleichermaßen wichtig rangieren Parkmöglichkeiten, möglichst nahe am Haus. Ein reservierter und ausreichend beleuchteter Parkplatz steht ebenso hoch oben auf der Wunschliste. Vermieter können das noch toppen, indem sie kameraüberwachte Abstellplätze anbieten.

Der Monteur schätzt die Privatsphäre seines Zimmers, vor allem weil die Nachtruhe nicht durch einen Bettnachbarn gestört wird. Seine persönlichen Wertgegenstände kann er beruhigt im Raum zurücklassen. Und in den Ruhepausen tankt er Kraft für den nächsten Einsatz am Morgen.

Allerdings gab und gibt es heute noch Probleme zwischen Arbeitgeber und Monteure. Denn so manche Firma fordert, dass er sich die billigste Unterbringung suchen muss, und die ist nicht immer die angenehmste.

Doch allgemein wird festgestellt, dass sich nicht nur die Situation, sondern auch die Unterkünfte für Pendler verbesserten. Gewiefte Vermieter stellen sich mehr und mehr auf die Bedürfnisse dieses Personenkreises ein. Zwar möblierte man die Räume eher spartanisch und zweckreich, dennoch verfügen die Zimmer oft über eine Dusche und Kitchenette. Ein wahrer Segen für den Monteur, der sich nach harter Arbeit in schmutziger Umgebung nach einem erfrischenden Duschbad sehnt.

Das optimale Monteurzimmer wird somit auch etwas teurer, weil es eben mehr bietet. Das nachstehende Beispiel beschreibt eine Privatunterkunft.

  • Schlafraum:
  • Einzelbett mit genügend Kissen, zusätzlich warme Decken
  • Kleiderschrank mit Kleiderbügeln
  • Konsole
  • Nachttischlampe
  • Kitchenette:
  • kleiner Kühlschrank
  • mindestens 2 Herdplatten
  • Mini-Backofen oder Mikrowelle
  • Spüle
  • Toaster, Kaffeemaschine
  • Tassen, Gläser, Besteck
  • Töpfe und Pfannen
  • Teller
  • Geschirrtücher
  • Reinigungsmittel, Kaffeepulver, Kondensmilch, Zucker
  • Bad:
  • Toilette mit Reinigungsbürste und Desinfektionsmittel
  • Dusche
  • Waschtisch mit Spiegel
  • Genügend Bade- und Handtücher
  • Steckdosen nahe dem Waschbecken
  • ausreichend Kleiderhaken
  • Ablagekonsole
  • Fön, Toilettenpapier, Seife, Duschgel, Shampoo, Pflegetücher

In diesem Fall sorgte der Hausherr dafür, dass kleine Rationen an Kaffeepulver und Körperpflegemittel zur Verfügung stehen. Der Effekt ist eher psychologischer Natur. Denn mit diesen Zugaben fühlt sich der Mieter gleich willkommen und ein bisschen verwöhnt.

Heutzutage ist es für den Vermieter eine Selbstverständlichkeit, regelmäßig für frische Handtücher und Bettwäsche zu sorgen. Schließlich kann den Arbeitern nicht zugemutet werden, die eigene Wäsche im Baufahrzeug mitzunehmen. Je mehr Ausstattung, desto höher der Mietpreis.

Um dem Monteur den Aufenthalt zu »versüßen«, verfügen viele Räume bereits über Fernsehapparate und WLAN. Da fühlt er sich in der Fremde gleich wie zuhause.

Ein extrem wichtiger Aspekt, der leider immer noch von wenig Hausherren beachtet wird, ist die Installation von Feuer- und Rauchmeldern. Diese lebensrettende Einrichtung sollte ein absolutes Muss für jeden Hauseigentümer sein.

Treffen alle vorgenannten Punkte auf das Zimmer zu, steht einer optimalen Auslastung nichts mehr im Wege.

Entwicklung zur eigenen Branche

Die Vermietung von Monteurzimmern entwickelte sich zu einer speziellen Sparte. Immer mehr Hauseigentümer entschließen sich, Monteure aufzunehmen. Die Einnahmen bessern natürlich auch die Haushaltskasse beachtlich auf. Allerdings müssen Mieteinnahmen bei der Steuererklärung angegeben werden. Der Hausherr ist verpflichtet, bei der Gemeinde eine Nutzungsänderung für Wohnraum zu beantragen.

Es wird empfohlen, den Dialog mit dem zuständigen Gewerbeamt zu suchen. Dabei können bereits im Vorfeld Bedenken, etc. ausgeräumt werden. Der potentielle Vermieter kann sich vorab schon einmal informieren, was auf ihn zukommen wird. Zudem erhält er noch wertvolle Tipps, die ihm bei der Durchführung des Projektes helfen.

Entwicklung bild 1 Wenn die Kinder aus dem Haus ausgezogen sind, stehen die Zimmer oft leer. Mit geringem Aufwand funktioniert der Vermieter diese zu Monteurunterkünften um. Eventuell müsste ein separater Eingang geschaffen werden, damit der Pendler jederzeit die Wohneinrichtung betreten kann.

Der Beliebtheitsgrad und die Nachfrage an Monteurwohnungen steigen stetig. Der Einstieg in diese Branche ist nicht allzu schwer. Jedoch sollte der künftige Vermieter beachten, dass sich diese Monteurzimmer nur in bestimmten Gebieten rentieren. Nämlich dort, wo Großbaustellen oder Messezentren existieren. Großstädte wie Hamburg, Berlin, Frankfurt und München eignen sich aufgrund ihrer exzellenten Infrastruktur perfekt für die Etablierung von Monteurwohnungen. Entlegene Ortschaften und Dörfer dagegen erfüllen weniger den Zweck.

Ordnung muss sein

Früher, als die Monteure noch in Baracken oder Wohnwagen lebten, gab es kaum Vorschriften. In den einfachen Unterkünften wurde oft geraucht und die hygienischen Zustände ließen zu wünschen übrig. Die Evolution der Montagewohnungen führte im Laufe der Zeit zu sehr zufriedenstellenden Ergebnissen in Hinsicht auf Ordnung, Hygiene und Wohlfühlfaktor. Grund dafür bietet eine gewisse Hausordnung, die jeder Vermieter aufstellen sollte.

Diese beinhaltet in etwa folgende Punkte:

  • Zahlung des Mietpreises
  • Mietdauer
  • Haftung bei Schäden
  • Behandlung von elektrischen Geräten
  • Heizen und Lüften des Zimmers
  • Müllentsorgung
  • Rauchen
  • Einhaltung der Nachtruhe
  • Kosten für Reinigung

Die Beachtung dieser Ordnungen führt auch dazu, dass die Bewohner untereinander besser zurechtkommen und sich wohlfühlen. Es treten weniger Probleme auf und die aufgestellten Regeln sichern einen reibungslosen Ablauf.

Wettbewerbsfähigkeit

Bedingt durch die steigende Nachfrage an Monteurunterkünften wird es immer wichtiger, konkurrenzfähig zu bleiben. Der Arbeiter kann es sich heute leisten, die Rosinen unter den zahlreichen Angeboten rauszupicken. Eine Herausforderung für die Vermieter, Wettbewerbsfähigkeit permanent anzustreben.

Doch wie? Eben durch Zusatzoptionen. Im Grunde bedeuten diese, dass der Hauswirt dem Monteur den Aufenthalt so angenehm wie möglich gestaltet. Womit? Da gibt es viele Optionen. Beispielsweise ermöglicht der Hausherr dem Pendler, die Sauna zu benutzen.

Eine Wellnessecke, ausgestattet mit einem Fitnessgerät und Hanteln kann selbst auf kleinem Raum entstehen. Mieter lieben Gemeinschaftsräume. Diese werden mit gemütlichen Sesseln, Beistelltischen, Fernseher, Bücher, Zeitschriften ausstaffiert. Nach getaner Arbeit treffen sich dort vereinzelt die Bewohner. Entweder zum Kartenspiel, zur gemeinsamen Brotzeit oder einfach nur, um sich ein wenig auszutauschen.

Außerhalb des Hauses lädt eine hübsche Terrasse mit Grillplatz und bequemen Gartenmöbeln zum Verweilen ein. So findet selbst der Raucher sein Plätzchen. Ein kleiner Gartenbrunnen oder Teich beruhigt den Mieter und sorgt für Ausgleich. Überhaupt profitieren Übernachtungsstätten, die Zugang zur Natur schaffen. Denn nach einem langen, schweren Arbeitstag, der oft recht früh startet, sehnt sich der Monteur nach Ruhe in gesunder Umgebung. So kann er nach Feierabend noch etwas im Grünen relaxen.

Gut geplante Zusatzoptionen bringen zudem mehr Geld in die Kasse. In diesem Fall stellen die Vermieter Waschmaschine und Trockner zur Verfügung, die mit Münzen betrieben werden. Vor allem Mieter, die länger bleiben, nutzen diese gerne. Automaten, bestückt mit Getränken oder Snacks, garantieren regen Gebrauch. Doch dazu sollte der Hausherr das Ordnungsamt wegen etwaiger Genehmigungen befragen.

Zur Wettbewerbsfähigkeit gehört auch Flexibilität. Je mehr Optionen man dem Gast bietet, desto höher die Buchungszahlen.

Ein Vermieter, der rasch umorganisieren kann, steigt in der Gunst der Mietsuchenden. Das fängt allein damit an, ein Einbettzimmer auf die Schnelle in ein Doppelzimmer umzugestalten, wenn solche bereits ausgebucht sind. Manche Mieter ändern vor Ort ihre Wünsche und möchten dann unbedingt ein Balkonzimmer. Andere bevorzugen einen Raum weg vom Straßenlärm. Obwohl ein Einzelzimmer schon gebucht, entschließt sich der Arbeiter aus Kostengründen doch das Mehrbettzimmer zu nehmen.

Auch in der Ausstattung ist Vielseitigkeit gefragt. Manche brauchen dringend mehr Kissen, Decken, Lichtquellen, Verlängerungskabel, Zusatzsteckdosen oder Kleiderbügel.

Da sich nun obendrein die Zielgruppe der Mieter zunehmend verändert, muss sich der Hausherr auf die verschiedenen Personen einstellen können.

Gibt es eine Zukunft für Monteurwohnungen?

Allerdings, und sie sieht rosig aus. Wohnraum ist rar und teuer. Wohngebiete vergrößern sich permanent infolge vermehrter Einwohner- und Zuwandererzahlen. Die Bauvorhaben im privaten sowie kommerziellen Bereich steigen sprunghaft an. Zudem ist Deutschland durch die stabile Wirtschaft und Weiterentwicklung ein sehr interessanter Anziehungspunkt für Unternehmen aller Art. Die Zahl der Gastarbeiter, vorrangig aus Griechenland und Spanien, steigt kontinuierlich. Immer mehr Pendler ziehen hinaus in die Ferne, um Arbeit zu finden.

Hinzu kommt, dass arbeitslose Monteure in Deutschland gerne kurzfristig auf Montage gehen, um ihr Arbeitslosengeld aufzubessern. Selbst Personen aus dem landwirtschaftlichen Bereich, wie Landwirte, Erntehelfer, Gastwirte, Köche, müssen sich oft noch ein Zubrot durch Montagearbeiten verdienen. All die vorgenannten Fakten begründen den vermehrten Bedarf an Monteurunterkünften.

Außer diesen Facharbeitern und Personen aus verschiedenen Berufssparten suchen immer mehr Menschen einen günstigen Wohnraum für einige Tage, Wochen oder Monate. Beispiele dafür gibt es genug: Angehörige, die für einen verlängerten Krankenbesuch bzw. Hospizbetreuung eines Familienangehörigen anreisen. Saisonarbeiter, Seminarteilnehmer, Messemitarbeiter, Aushilfslehrer, Hochschüler, Vertreter, Fußballclub mit Betreuern.

Vermieter von Monteurunterkünften öffnen nun auch diesem diversen Personenkreis ihre Unterkünfte. Dabei profitieren beide Parteien, wie sich am Beispiel von Studenten zeigt:

Preise für herkömmliche Studentenunterkünfte steigen ständig an. Wer kann es sich denn leisten, ein Appartement für 600 Euro zu mieten? Der Schüler auf keinen Fall und die Eltern überfordert diese zusätzliche finanzielle Belastung.

Aufgrund der wachsenden Zahl von Hochschülern gibt es wenig Wohnraum für diesen Personenkreis. Hier kommen die Vermieter von Monteurwohnungen ins Spiel. Sie offerieren Unterkünfte bereits für 10 Euro pro Tag. Ein wahrer Segen für die Studierenden. Allerdings müssen die Schüler sehr flexibel sein. Denn wenn sie am Freitag heimreisen, wird das Zimmer sofort an den nächsten vermietet. Außer, der Student zahlt auch die Wochenenden mit.

Immer öfters erlaubt der Vermieter, Tiere mitzubringen. Natürlich betrifft das weniger die Arbeiter. Eher zutreffend ist die Genehmigung für Reisende, die gerade in ein anderes Bundesland umziehen. Es trifft ebenso auf Verheiratete zu, die sich scheiden lassen wollen. Oftmals wird es für den Mann oder die Frau notwendig, schnellstens das gemeinsame Haus zu verlassen. Da bieten sich Monteurwohnungen bestens an, weil ihre Besetzung schnell und unkompliziert vonstattengeht.

Schon von jeher gestaltete es sich schwierig, günstige Unterkünfte für kurzzeitige Belegung (Tage/Wochen) zu bekommen. Abhilfe schaffen Monteurwohnungen, die jetzt voll im Trend liegen. Da diese Zimmer für einen bestimmten Personenkreis der Montagearbeiter vorgesehen waren, ist es logisch, dass sie meist nicht behindertengerecht konstruiert wurden. Das bedeutet, dass sie für die Zielgruppe Behinderte kaum Anwendung finden.

Heutzutage ist es leider noch so, dass vor allem in kleinen Städten und im ländlichen Raum wenig Monteurzimmer-Angebote vorliegen. Und diejenigen, die vorhanden sind, befinden sich oft etwas abgelegen und weit von öffentlichen Verkehrsmitteln entfernt.

Die Zukunft für diese Wohnungen oder Zimmer ist also gesichert. Durch intensive Promotion im Internet verbreiten sich die Offerten in alle Welt hinaus. Und schließlich kommt noch die Mundpropaganda hinzu, denn zufriedene Monteure geben den Tipp gerne weiter.

Ohne Fiskus geht es nicht

Durch die Überlassung von Zimmern an Fremde im selbstgenutzten Haus erzielt der Eigentümer Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung nach § 21 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Diese sind steuerpflichtig. Das heißt, der Wohneigentümer muss diese bei seiner Einkommensteuerveranlagung angeben.

Vermietungen im kleinen Rahmen, die eine bestimmte Höhe an Einkommen nicht überschreitet, unterliegen nicht der Steuerpflicht. Hier spricht man von Bagatelleinkünften. Dem Hauseigentümer wird empfohlen, beim Finanzamt Informationen diesbezüglich einzuholen. Insbesondere der aktuelle Grenzbetrag ist von Bedeutung.

Werbungskosten

Dem Hauseigentümer wird erlaubt, Werbungskosten für die vermieteten Räume geltend zu machen. Die Steuerlast, wenn sie überhaupt auftritt, wird somit reduziert. § 9, Abs. 1, Satz 2 des Einkommensteuergesetzes regelt diesen Punkt.

Der Paragraph definiert, was man unter dem Begriff Werbungskosten versteht und was abzugsfähig ist. Demnach können nur solche Kosten angegeben werden, die durch die Vermietung entstehen. Welche sind das? Ganz klar die Anschaffung der Ausstattung für die Mieträume. Dazu gehört beispielsweise das Bett, der Schrank, die Kommode, die Essecke, Kitchenette, der Einbau der sanitären Anlagen. Ebenso anzurechnen wären all die zusätzlichen Dinge, wie Handtuchhalter, Toilettenbürsten, Duschvorhang usw.

Allerdings muss der Hausherr nachweisen, dass leerstehende Räume für die Vermietung vorgesehen sind. Wie kann er das? Am besten, indem er auf Inserate, Werbeplakate oder Online-Portale hinweist, die seine Zimmerangebote präsentieren. Daher reicht es oft aus, dem Fiskus die Vermietabsicht glaubhaft zu machen.

Unterliegt der private Vermieter der Gewerbesteuer?

Solange er die Vermietung im kleinen Stil betreibt und nicht gewichtige Sonderleistungen offeriert, muss er keine Steuer entrichten. Würde er in etwa das Geschäft im großen Umfang betreiben und dafür extra Wohneinheiten kaufen bzw. anmieten, unterläge dies der Gewerbesteuerpflicht. Er wird somit gewerblich tätig. In diesem Fall könnte er allerdings von den Freibeträgen Gebrauch machen.

Umsatzsteuer

Grundsätzlich müssen für die Vermietung von Monteurzimmern Umsatzsteuern gezahlt werden. Dies wird in § 4 Nr. 12 Satz 2 UStG (Umsatzsteuergesetz) geregelt.

Hinzugezogen bzw. beachtet wird das jährliche Einkommen des Hausbesitzers. Zudem existieren noch Ausnahmen und Sonderregelungen, die Anwendung finden könnten.

Hierfür wäre § 19 Abs. 1 des Umsatzsteuergesetzes anzuwenden. Darin wird geregelt, dass private Vermieter, die unter die Kleinunternehmerregelung fallen, von der Zahlung befreit werden. Ausschlaggebend sind die Bruttoumsätze. Die aktuellen, relevanten Grenzbeträge erfragt man am besten beim Finanzamt.

Im Grunde bedeutet das, dass der private Vermieter von Monteurwohnungen in puncto Steuerabgaben wenig zu befürchten braucht. Um etwaige Nachteile für den Hauseigentümer zu vermeiden, wird trotzdem empfohlen, sich bei einem Steuerberater zu informieren. Grundsätzlich wird jedem geraten, sich über Gesetzesänderungen auf dem Laufenden zu halten.

Belegerteilungspflicht

Die Entwicklung der Monteurzimmer machte zudem mehr Buchhaltung erforderlich. Was in alten Zeiten kaum beachtet oder notwendig war, ist heute von Belang. Die Rede ist von der Erstellung von Rechnungen und Quittungen. Ist der Vermieter verpflichtet, sie auszustellen?

Entwicklung bild 1 Die Antwort ist ganz einfach. Wer Wohnräume privat vermietet, braucht nur eine Quittung auszufertigen. Für den Personenkreis, die dieses Geschäft gewerblich betreiben, wird es allerdings erforderlich, eine Rechnung zu erstellen.

Die Regeln über die ordnungsgemäße Ausstellung einer solchen werden in den §§ 14 und 14a des Umsatzsteuergesetzes geregelt. Je nach Höhe des Rechnungsbetrages sind bestimmte Punkte einzuhalten.

Der Hauseigentümer kann sich jederzeit beim Finanzamt, Steuerberater oder im Forum der Monteurportale über Rechte, Pflichten, Steuern, erkundigen. Im Austausch mit erfahrenen Vermietern findet er Antworten auf viele Fragen.

Entwicklung zu einem völlig neuen Modell

Die Entwicklung des ursprünglichen Monteurzimmers erreichte bis in unsere jetzige Zeit andere Dimensionen. Sozusagen vom kargen Holzverschlag bis zur modernen Wohneinheit. Früher stellte der Vermieter nur die Bleibe zur Verfügung.

Die Evolution dieses Modells brachte aber im Laufe der Zeit wesentlich mehr Verpflichtungen für den Hausherren. Nicht nur in steuerlicher Hinsicht. Damals besaß der Monteur so gut wie keine Ansprüche. Von gesetzlichem Schutz konnte nicht gesprochen werden. Heutzutage genießt der Mieter besondere Schutzrechte. Diese Rechte entstanden durch die allgemeine soziale Verbesserung für Wohnraum, Gesundheit und Person. Selbige erstreckten sich dann auch auf die Mietbranche.

Beispielsweise ist der Hausbesitzer zur Herausgabe der Schlüssel an den Mieter verpflichtet, sobald der Mietvertrag geschlossen und die Zahlung geregelt wurde. Größere Schäden muss er schnellstens beseitigen. Bagatellschäden werden meist durch den Gast behoben oder er kommt finanziell hierfür auf. Weiterhin obliegt dem Vermieter, die Unterkunft in einer bestimmten Zeitperiode zu beheizen.

Der Hausherr hat die Pflicht, dafür zu sorgen, dass der Mieter sicher untergebracht wird. In der Winterzeit ist es Aufgabe des Hauseigentümers, Zugänge, Treppen und Plätze von Eis und Schnee zu befreien, bzw. Sand und Salz zu streuen. Diese Verpflichtungen gilt es, unbedingt einzuhalten. Ansonsten drohen Schadenersatzforderungen bei Unfällen.

All diese Punkte werden im Mietvertrag geregelt. Doch da gibt es Unterschiede. Deshalb erkundigt sich der Hausherr am besten bei der Gemeinde, ob er einen Gastaufnahme-, Beherbergungs- oder gewöhnlichen Vertrag abschließen muss.

Wenn man in der Zeit zurückgeht, wird einem klar, dass es sich bei der Branche der Monteurwohnungen fast ausschließlich um eine Männerbastion handelte. Sie zogen in die Welt hinaus, um Geld für ihre Familien daheim zu verdienen. Die Ehefrauen kümmerten sich um die Kinder, die Alten und das Haus. Deshalb gab es nur selten weibliche Vertreter in diesem Geschäftsbereich.

Das änderte sich im Ersten Weltkrieg und später vor allem während und nach dem Zweiten. Nur wenige Männer lebten in den Städten und Dörfern. Schließlich kämpften sie an der Front. Viele kamen auch nicht mehr zurück.

Die Frauen standen vor einer neuen Herausforderung. Nun mussten sie die Handwerksarbeiten durchführen. Geschichten über die sogenannten Trümmerfrauen, die durch Schwerstarbeit die Städte und Dörfer wieder aufbauten, gibt es genug.

Mittels dieser Erfahrung bewiesen sie, dass Monteurarbeiten durchaus auch von Frauen erledigt werden können. Es dauerte noch einige Jahre. Dann jedoch emanzipierten sie sich und stiegen langsam aber bestimmt in die einstigen Männerberufe um.

Heute gibt es bereits immer mehr Arbeiterinnen, die Monteurberufe ausüben. Wie auch ihre männlichen Kollegen fahren sie auf Montage. Beispielsweise werden sie beim Brückenbau als Schweißerinnen und Elektrikerinnen eingesetzt.

Damit veränderte sich die Zielgruppe und die Hauseigentümer mussten etwas umdenken, um ihre Monteurzimmer für beide Geschlechter zugänglich zu machen.

Somit schieden Mehrbettzimmer für Monteurinnen aus, da sie ja nur den kleineren Teil der weiblichen Vertreter ausmachten. Vermieter mussten sich mehr auf die Privatsphäre einstellen und beispielsweise besseren Sichtschutz an den Fenstern anbringen. So manche Türen bekamen ein Zusatzschloss, damit sich die Frauen sicherer fühlen konnten. Gemeinschaftliche Bäder und Toiletten verschwanden mit der Zeit.

Natürlich machte nicht jeder Hauswirt mit. Selbst heute existieren noch Hausherren, die nur männliche Arbeiter aufnehmen, um diese Umstellungen zu umgehen. Aus diesen Gründen wird es verständlich, dass Hauseigentümer mit Einbettzimmern mehr punkten können.

Rettungsanker in der Not

Man stellt sich folgendes Szenario vor: Der Ehemann erleidet einen Arbeitsunfall, wird arbeitsunfähig und muss von einer Erwerbsunfähigkeitsrente leben, die keinesfalls ausreicht. Die Frau arbeitet halbtags und erwirtschaftet nur ein kleines Gehalt. Die Kinder sind bereits aus dem Haus. Die Geldsorgen belasten die Familie und der nervenaufreibende Existenzkampf beginnt.

Nur wenige Menschen denken daran, dass die Lösung in den eigenen vier Wänden liegt. Da der Nachwuchs ausgezogen ist, stehen zumindest schon mal 1-2 Räume leer. Durch einfache Baumaßnahmen werden obendrein Kellerräume bzw. Dachgeschosse umgebaut. Eventuell reduziert man den privaten Wohnbereich. Beispielsweise mittels Auflösung des Nähzimmers oder Büros. Somit stünden gleich mehrere Räumlichkeiten frei, die man an Montagearbeiter vermieten könnte. Die Installation von Zwischenwänden entpuppt sich als kostengünstig und sehr zweckmäßig.

Am besten studieren die Hauseigentümer den Bauplan ihres Hauses. Auf einen Blick bietet sich die Übersicht des gesamten Areals. Dann zeichnen sie überall die Trennwände ein, wo sie es für nötig halten. Auf diese Art bekommen sie noch mehr Ideen, wie sie die Hausflächen individuell abtrennen bzw. einteilen können. Eine Baufirma könnte Hilfestellung leisten, da der Umbau effizient sein müsste. Vor allem in Bezug auf Wasserversorgung und Heizung. Unter Umständen integriert der Hauseigentümer auch die angrenzende Garage.

Am Anfang dieser Nutzungsänderung stattet man die Zimmer nur einfach aus, um den Aufwand gering zu halten. Später, wenn das Projekt Früchte trägt, kann ruhig aufgestockt werden. Für den »Vermiet-Neuling« ist es besser, dieses Geschäft Schritt für Schritt anzugehen. Mit der Zeit »wächst« er in diese Materie hinein und entwickelt sich zum erfahrenen Hauswirt.

Unbedingt sollte die Überlegung eingebracht werden, aus welchen Materialien die Bodenbeläge bestehen sollen. Speziell bei Monteuren, die den ganzen Tag auf der Baustelle arbeiten, ergeben sich logischerweise stärkere Verschmutzungen. Daher eignen sich Fliesenböden sehr gut. Grundsätzlich sollte der umbaute Raum sowie die Einrichtung pflegeleicht und robust sein.

Möchte die Familie ihre Privatsphäre beschützen, bestünde die Möglichkeit, nur das Untergeschoss komplett an Montagearbeiter zu vermieten. Vorausgesetzt, es handelt sich um ein Zweifamilienhaus. Der Eingangsbereich erhält einen separaten Zugang zu den Monteurunterkünften. Diese Maßnahme beinhaltet mehrere Vorteile. Einmal entstünde weniger Lärmbelästigung, da die Monteure nicht treppauf-treppab laufen. Besonders in den frühen Morgenstunden ist das eine Erleichterung für alle Bewohner.

Arbeiter verschmutzen durch ihre Schuhe nur den Erdgeschossbereich. Die Reinigung gestaltet sich einfacher, als wenn die gesamte Treppe und das Obergeschoss geputzt werden müssen. Vor allem an regnerischen Tagen und bei Schnee ist dies von Vorteil.

Die Unterbringung im unteren Bereich freut auch den Mieter. Denn dadurch braucht er das Arbeitswerkzeug und die Spezialausrüstung nur eine kurze Strecke bis zum Parkplatz zu tragen.

Der Hauseigentümer sollte sich vorher beim Bauordnungsamt erkundigen, ob er eine Änderung der Nutzung beantragen kann und wie hoch die Kosten dafür sind. Ebenso muss er in Erfahrung bringen, welche Leistungen von ihm gefordert werden. Beispielsweise könnte das Amt vom Vermieter verlangen, bestimmte Brandschutzauflagen zu erfüllen, oder die Installation von Rauchmeldern zu veranlassen.

Ist er nicht fähig, den finanziellen Aufwand aus eigener Tasche zu bestreiten, springen eventuell diverse Kreditanstalten mit einem günstigen Darlehen für die Bauarbeiten ein. Außerdem können unter Umständen Gemeinden und Landratsämter mit Zuschüssen behilflich sein. Auskünfte hierzu erteilen die zuständigen Verwaltungen.

Die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung würden dieser Familie helfen, den finanziellen Engpass zu überbrücken. Auf Monteurportalen werben sie dann für ihre freien Zimmer und freuen sich schon bald auf vollständige Belegung.

Allgemein wird festgestellt, dass die Evolution von Montagezimmern die Branche stark, wettbewerbsfähig und unverzichtbar für unsere Gesellschaft machte. Nicht nur Gewerbetreibende profitieren davon. Endlich bietet sich für alle Privatmenschen, die ein Wohnhaus besitzen, eine interessante Einnahmequelle.

www.Monteurunterkunft.de