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Nebenkosten / Betriebskosten in Monteurzimmern, Monteurunterkünften und Monteurwohnungen: So berechnen und reduzieren Sie sie!

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Ferienwohnungen, die nicht aktiv vermietet werden, stehen leer und versuchen damit Kosten. Die ganzjährige Vermietung auch außerhalb der Saison an Monteure und Handwerker ist eine Option – aber wie hoch sind die Betriebskosten wie Strom, Wasser und Gas und wie steht es um benötigte Versicherungen und zu entrichtende Steuern? Außerdem: Sind Handwerker wirklich so „schlechte Gäste“, wie es das Vorurteil besagt? In diesem Ratgeber räumen wir mit Vorurteilen auf und zeigen Ihnen, wie Sie die Kosten für die Vermietung Ihrer Ferienwohnung an Handwerker und Monteure am besten berechnen.

Wichtig: dem Konkurrenzdruck nicht nachgeben

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Gerade in recht gefragten Gegenden mit einer ständigen Modernisierung von Immobilien und Infrastruktur – also in Arealen von Deutschland mit einem hohen Touristenaufkommen – sind Ferienwohnungen als Monteurzimmer sehr gefragt. Dies verleitet viele Immobilienbesitzer dazu, Objekte nach dem Motto „Lieber zu günstig bei mir als bei der Konkurrenz“ teilweise viel zu günstig zu vermieten. Schnell werden Sie dabei auf Probleme stoßen, die Sie möglicherweise nicht einkalkuliert haben:

• Heizung und Strom sowie Wasser nehmen gerade in Herbst und Winter einen großen Anteil der jährlichen Nebenkosten ein. Machen Sie nicht den Fehler und nehmen Sie einfach Ihre Rechengrundlage aus dem Sommer für die kälteren Jahreszeiten mit kürzeren Tagen.

• Müllentsorgung, Wartung und Personal sind ebenfalls Posten, die Sie in Ihrer Kostenkalkulation berücksichtigen müssen. Abhängig von der Dauer des Aufenthalts können auch diese Kosten schnell explodieren.

• Unvermeidbare Kosten – wie die Endreinigung einer Ferienwohnung – müssen Sie von vornherein bei den Mietern geltend machen. Ansonsten fällt es Ihnen schwer, diese Kosten mit in Ihre letztendliche Kalkulation aufzunehmen. Je mehr Fixpreise Sie verwenden, desto einfacher ist am Ende die Kostenkalkulation.

Gleich zu Beginn weisen wir dringend darauf hin, wirklich keinerlei Kosten bei der Vermietung Ihrer Ferienwohnung außer Acht zu lassen. Sonst vermieten Sie Immobilien möglicherweise an Monteure zu einem zu günstigen Preis und stellen erst im Nachhinein fest, dass Sie ein Verlustgeschäft gemacht haben.

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Kosten sparen beginnt bei der Einrichtung

Wichtig ist: Statten Sie eine Ferienwohnung, die Sie außerhalb der Saison als Monteurzimmer anbieten möchten, mit einer pflegeleichten, robusten Einrichtung aus. Das Mobiliar sollte keinesfalls „billig“ wirken, denn letztendlich möchten sich auch die Handwerker wohlfühlen. Dennoch gilt: Hier müssen es nicht die rosaroten Gardinen sein. Setzen Sie auf eine zweckmäßige, funktionale Einrichtung, die ebenso stabil wie pflegeleicht ist. Dass Monteure mitunter Staub und beispielsweise getrocknete Farbe an der Arbeitskleidung mit in das Zimmer bringen, ist auf Dauer unvermeidlich. Wichtig ist daher der Fokus auf eine leicht zu reinigende Möbel und andere Gegenstände.

Dadurch sparen Sie nicht nur die Anschaffungskosten für diese Produkte selbst – denn robustes Mobiliar „lebt“ wesentlich länger als anfällige Tische und Schränke –, sondern auch Personal- und Reinigungskosten. Sind Ihre Reinigungskräfte schneller mit der Arbeit fertig, weil Sie eine pflegeleichte Wohnung bieten, freut sich langfristig Ihr Geldbeutel. Parkettboden anstelle von Teppichfußböden, lackierte Holztische für empfindliche Modelle aus Glas: Sie können an allen Ecken und Enden Einrichtungs-, Reinigungs- und Personalkosten sparen. Wer früher plant, spart langfristig enorme Summen.

Der typische Handwerker oder Monteur – ein schlechter Gast?

Wer an Monteure denkt, hat sofort Baustellen im Kopf – und dort wimmelt es vor Staub, Schmutz, kaputten Gegenständen, Dreck, alter und neuer Farbe und dergleichen mehr. Dies bringt Monteuren bisweilen einen schlechten Ruf ein – der jedoch nicht gerechtfertigt ist. Bedenken Sie:

• Monteure stehen früh morgens auf und arbeiten bis in die Abendstunden. Sie sind somit selten zu Hause und benutzen Ihre Unterkunft vornehmlich als Schlafgelegenheit unter der Woche. Eine Familie mit zwei Kindern, die Ihre Wohnung wirklich ausgiebig verwendet – und damit auch das darin enthaltene Inventar –, wird wahrscheinlich sehr viel schneller Schäden an Mobiliar, Wänden, Decken & Co. hinterlassen.

• Jeder geschulte Handwerker wird bereits während seiner Ausbildung auf die Wichtigkeit einer sauberen Arbeitsumgebung hingewiesen. Werkzeuge werden am Ende des Arbeitstages gereinigt, schmutzige Wäsche wird nicht mit in Wohnbereiche genommen. Diese Philosophie verfolgen zuverlässige Monteure dauerhaft – sodass Sie sich wegen angeblicher mangelnder Sauberkeit keine Gedanken machen müssen.

Monteure und Handwerker sind somit keine besseren oder schlechteren Gäste als der typische Urlauber in Ihrer Immobilie. Natürlich gibt es immer schwarze Schafe – aber die finden Sie auch in typischen Urlauberfamilien, die nach Ihrer Abreise ein Chaos in Ihrer Wohnung hinterlassen. Lassen Sie sich von diesem alten, ungerechtfertigten Vorurteil also nicht beeindrucken.

Diese Betriebskosten müssen Sie beachten

Die Betriebskostenverordnung regelt sehr genau, welche Kosten in welcher Form auf Sie zukommen. Wir stellen Ihnen die einzelnen Punkte vor und möchten gleichzeitig darauf hinweisen, dass sich Präzision auszahlt: Je genauer Sie die Kosten im Voraus berechnen, desto besser können Sie den perfekten Mietpreis für Sie und auch Ihre Mieter berechnen.

Insgesamt handelt es sich um diese übergreifenden Punkte:

1. Verbrauchsunabhängige Betriebsausgaben

Hierbei handelt es sich meistens entweder um Fixkosten oder um einen Preis, der annähernd feststeht. Unabhängig davon, wie lange oder an wie viele Personen Sie Ihre Ferienwohnung an Monteure vermieten, müssen Sie diese Kosten immer in den letztendlichen Endpreis einkalkulieren. Welche Ausgaben genau in diese Betriebsausgaben fließen, hängt auch von der Art der Wohnung und der Umgebung ab. Beispielhaft sollten Sie sich auf Ausgaben für Sicherheit und Überwachung, Abwasser oder auch die Betriebspflege der Wohnung einstellen. Dazu kommen eventuelle Kosten für Aufzüge in größeren Wohnkomplexen, eine regelmäßige Gebäudereinigung, die Müllbeseitigung und auch eine möglicherweise vorhandene Grünfläche, die gepflegt werden möchte. Auch Versicherungen fließen in diese Kosten ein (dazu mehr im nächsten Abschnitt). Alle Ausgaben, die Sie problemlos im Voraus berechnen können – da verbrauchsunabhängig! –, sollten Sie so früh wie möglich in Ihre Berechnungen einfließen lassen.

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2. Versicherungen für die Monteurwohnung

Die notwendigen Versicherungen für die gewerbliche Nutzung – also etwa durch Monteure und Handwerker – unterscheiden sich leicht von denjenigen Versicherungen, die Sie für eine private Vermietung beispielsweise an Urlauber einplanen sollten. Wichtig sind unter anderem:

  • Eine Inhalts- und Inventarversicherung.
  • Eine Betriebshaftpflichtversicherung sowie eine Betriebsausfallversicherung.
  • Eine Rechtsschutzversicherung sowie weitere Sachversicherungen bei Schäden am Inventar.
  • Eventuell: eine Wohngebäudeversicherung. Relevant ist diese nur, wenn Sie Eigentümer der Immobilie sind.

Das ist alles zu kompliziert? Gerade die größeren Versicherer in Deutschland bieten auch Komplettpakete an, die genau auf Fälle wie Ihren zugeschnitten sind. Darin sind die genannten Versicherungen (und wahrscheinlich noch mehrere andere) enthalten. Ob sich dies auch finanziell für Sie lohnt, müssen Sie selbst prüfen. In jedem Fall würden wir dazu raten, Komplettpakete gegen Einzelversicherungen vor Vertragsabschluss genau zu kontrollieren.

Welche Art von Hausratversicherung Sie abschließen, bleibt ebenfalls Ihnen überlassen. Es gibt pauschal keine „beste Versicherung“. Beispielsweise decken typische Versicherungen Schäden ab, die durch höhere Gewalt wie Blitzeinschläge oder Schäden an den Wasserleitungen entstehen. Allerdings gibt es hier teilweise große Unterschiede in der Art und Weise, welche Schadensfälle exakt abgedeckt sind: Nicht immer ist ein Wasserschaden wirklich eine Sache für die Hausratsversicherung. Treten in der Nähe vielleicht Flüsse über oder kommt es zu extremen Regenfällen, muss eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen werden. Defekte durch einen Blitzeinschlag sind ebenfalls Sache der Hausratversicherung – aber nur dann, wenn der Schaden auf direkte Weise entsteht. Indirekte Blitzschlagschäden – wie vielleicht durch eine Überspannung in Stromleitungen – zählen wiederum nicht dazu.

Wie Sie sehen, ist das Thema sehr komplex und bedarf von Ihrer Seite einiger Arbeit, um die besten Versicherungen für Ihr Monteurzimmer zu finden.

3. Inventar und Verschleiß

Auch hier gibt es Sparpotenzial in nicht geringem Umfang: Der Preis für die Neueinrichtung einer Monteurwohnung kann abhängig von dessen Größe durchaus große Ausmaße annehmen. Kosten im mittleren fünfstelligen Preis können schnell entstehen, wenn es sich um eine ausreichend dimensionierte Ferienwohnung mit mehreren Zimmern inklusive separater Küche und Badezimmer handelt. Schreiben Sie diese Kosten für die Neuanschaffung am besten über Jahre hinweg auf den Endpreis ab.

Berechnen Sie dazu zunächst, wie teuer die Einrichtung insgesamt ist. Anschließend überlegen Sie, wie viele Jahre das Mobiliar halten soll. Kommen Sie auf eine Summe von vielleicht 30.000 Euro und eine erwartete Lebenszeit des Inventars von zehn Jahren, können Sie durch diese Rechnung den Endpreis mit dem Inventar und eventuellem Verschleiß im Hinterkopf ausrechnen. Dazu kommen Gegenstände des täglichen Bedarfs, wie vielleicht Bettwäsche, Leuchtmittel, Hygieneprodukte und dergleichen mehr. Pflege und Wartung der Möbel müssen natürlich ebenfalls stattfinden, und auch diese Kosten berechnen Sie in diesem Schritt in den Endpreis mit ein.

Je genauer Sie die Lebenszeit des Inventars vorhersehen können, desto einfacher ist es, einen entsprechenden Preis für die Mieter festzulegen. Bedenken Sie, dass Sie nicht darauf aus sind, die Kosten möglichst schnell durch überhöhte Preise wieder einzuspielen. Verteilen Sie die Preise für Neuanschaffungen großzügig und bieten Sie Ihren Mietern dadurch geringere Kosten.

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4. Verwaltungskosten und Steuern

Steuern, die durch Ihr Monteurzimmer entstehen, sind unter anderem die Umsatz- und Mehrwertsteuer, eine Gewerbesteuer (da Sie nicht privat vermieten), die Kirchensteuer und die Einkommenssteuer. Abhängig von der Auslastung Ihrer Monteurwohnung und den entstehenden Kosten können Sie die Steuerlast recht präzise im Voraus berechnen.

Die Verwaltungskosten decken mehrere Posten ab, wie etwa typischen Bürobedarf und Software, die Sie auf Ihrem Computer für die Vermietung Ihres Monteurzimmers benötigen. Auch eventuelle Steuersoftware zählt dazu. Sehr wahrscheinlich werden Sie sich aufgrund der komplexen Thematik schnell einen Steuerberater zu Hilfe holen. Auch dessen Honorar müssen Sie einbeziehen und auf die letztendlichen Kosten verteilen. Zur Verwaltung gehören außerdem die Nutzung von Telefon und Internet und auch eventuelle Briefstücke mitsamt Portokosten. Dies ist in der Regel zwar nur ein kleiner Posten, aber ignorieren dürfen Sie ihn dennoch nicht.

Um sich vom Fiskus ein wenig Geld wiederzuholen, sollten Sie außerdem genau aufschreiben, was Sie im Jahr im gewerblichen Sinne ausgeben. Dazu zählen Fahrtkosten, die im Sinne der Zimmervermietung anfallen, aber auch eventuelle Kosten für den Ausdruck von Werbematerial. Je nach Umfang Ihrer Werbemaßnahmen entstehen hier nicht zu vernachlässigende Kosten.

5. Rundfunkgebühren und GEMA

Inzwischen ist der Name irreführend, denn Rundfunkgebühren fallen einfach pauschal an – unabhängig davon, ob Sie beziehungsweise Ihre Gäste überhaupt Rundfunkangebote nutzen. Bieten Sie Fernseher, Telefon und einen Internetanschluss an (und das sollten Sie unbedingt tun, da praktisch jeder Monteur diesen Komfort erwartet), müssen Sie auch die entsprechende monatliche Gebühr bezahlen. Eventuell kommen dazu weitere GEMA-Kosten.

Möglicherweise entstehen weitere Kosten, falls Sie Ihren Gästen Zugang zu Pay-TV-Inhalten anbieten. Ein wenig Vorsicht geboten ist bei Internetanschlüssen: Diese müssen einerseits einen zeitlich und volumentechnisch unlimitierten Zugang zum Internet bieten, damit Ihre Gäste diesen Komfort nutzen können. Gleichzeitig sollten Sie sich einen Dienstleister suchen, der Ihnen einen WLAN-Zugang für Ferienwohnungen anbietet. Dadurch erhalten Sie Rechtssicherheit, da eventuelle illegale Aktivitäten im Internet dann nicht an Ihnen haften bleiben.

Eventuell können Sie auch eigene Telefonanschlüsse anbieten, die nur bei Bedarf für die Monteure freigeschaltet werden. Im Zeitalter der Smartphones in jeder Hosentasche ist dies jedoch ein Posten, den Sie nicht zwingend bieten müssen und sich das Geld somit sparen können. In einigen entlegenen Gegenden mit schlechtem Empfang für Mobiltelefone können stationäre Telefone gegen Aufpreis aber sinnvoll sein.

6. Personalkosten für Sie und Mitarbeiter

Die Personalkosten schwanken in Abhängigkeit der Größe und Komplexität der Monteurwohnung. In jedem Fall sollten Sie Posten wie etwa die Löhne sowie die Lohnnebenkosten wie die diversen Sozialversicherungen einbeziehen. Eventuell bezahlen Sie auch noch Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Eine Unfallversicherung für Ihr Personal ist ebenfalls in diesen Kosten enthalten.

Neben diesen festen Größen warten außerdem typische Geräte wie Putzutensilien, Arbeitsgeräte für das Büro sowie eine eventuelle Küchenausstattung. Sie haben gar kein Personal, weil Sie alles aus eigener Hand leisten? Auch dann sollten Sie diese Kosten nicht unterschlagen. Die Arbeitszeit, die Sie während der Reinigung und Pflege der Wohnung aufwenden, ist schließlich ebenfalls wertvoll. Setzen Sie sich einen Stundenlohn, der Ihnen angemessen erscheint und lassen Sie ihn anschließend in den letztendlichen Mietpreis der Wohnung einfließen.

Aufgrund der Art der Tätigkeit ist es nicht immer einfach, genau vorherzusagen, wie hoch die Personalkosten am Ende des Jahres ausfallen. Gerade die Reinigung kann abhängig vom Mieter der Wohnung mehr oder weniger viel Zeit in Anspruch nehmen. Versuchen Sie dennoch, so genau wie möglich zu rechnen, um den Endpreis präzise festlegen zu können.

7. Werbung

Machen Sie keine Werbung für Ihre Wohnung, wird sich kein einziger Handwerker zu Ihnen verirren – so einfach ist es leider. Schauen Sie daher, wie viel Geld Sie für Werbung ausgeben (sowohl im Online- als auch Offline-Bereich). Eine Homepage ist in Zeiten der sozialen Netzwerke nicht mehr zwingend vorgeschrieben, aber oft ein willkommener Bonus, der jedoch mit Kosten für Sie verbunden ist. Wartung und Pflege von Internetinhalten kosten ebenfalls Geld, sofern Sie diese Aufgabe nicht selbst erledigen.

Eine Homepage alleine garantiert jedoch nicht, dass sie auch gefunden wird. Sie müssen also eventuell auch Geld in die Optimierung der Marketingmaßnahmen im Internet investieren. Eine Reduktion der Werbekosten ist immer dann einfach, wenn Sie auf Plattformen aktiv sind, die sich genau dieser Vermietung von Monteurzimmern widmen. Ihre Zielgruppe haben Sie mit diesem Schritt ohnehin schon erreicht. Die Suche nach neuen Mietern ist somit nicht mehr im selben Umfang notwendig.

Werbung im Offline-Bereich folgt denselben Regeln: Flyer und Prospekte für Haushalte in der Umgebung sind teuer und müssen auch noch verteilt werden. Druck-, Benzin- und Personalkosten kommen dann wieder auf Sie zu.

8. Verbrauchsabhängige Kosten

Diese Kosten können Sie im Vorfeld nur schwer festlegen. Es handelt sich beispielsweise um die Kosten für Strom, Wasser, Heizung, die Nutzung von Gas oder auch Warmwasser. Unterscheiden müssen Sie hier zwischen Kosten, die ohnehin anfallen, und dem tatsächlichen Verbrauch durch Ihre Mieter. Beispielsweise müssen Sie monatlich vielleicht eine Grundgebühr für die Bereitstellung von Strom in Ihrer Monteurwohnung bereitstellen. Diese Kosten sind immer fix und können daher einfach in den Endpreis einfließen. Der durch Ihre Gäste tatsächlich verbrauchte Strom schwankt jedoch erheblich.

Weiterhin sind in diesen Kosten nicht nur die reinen Verbrauchskosten enthalten: Messgeräte und andere Utensilien, die Sie für die Wartung nutzen, möchten ebenfalls bezahlt werden. Tipp: Warmwasser kann abhängig von der Art der Erwärmung ein recht großer Posten sein. Kümmern Sie sich daher – falls möglich – früh um die Installation eines modernen Systems, das Wasser zu einem möglichst günstigen Preis aufheizt. Tauschen Sie beispielsweise einen Durchlauferhitzer durch einen Warmwasserboiler, um erste Resultate zu erzielen.

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Hohe Energiekosten vermeiden – handfeste Tipps

Betriebs- und Nebenkosten können Sie effektiv senken, indem Sie sich frühzeitig Gedanken um die Einrichtung der Wohnung machen. Die folgenden Tipps lenken Sie auf die richtige Bahn:

• Große elektrische Geräte wie Kühlschrank, Fernseher, Gefriertruhen, Waschmaschinen und dergleichen mehr tragen ein Energiesiegel. Jenes Siegel kann Werte zwischen A+++ und D anzeigen. Geschätzt beträgt der Unterschied pro Jahr zwischen diesen beiden Extremen 100 Euro alleine für die Stromkosten. Kaufen Sie alle Geräte mit Blick auf eine gute Energieeffizienz, werden Sie die Mehrkosten für diese Produkte also schon nach wenigen Jahren dauerhafter Nutzung wieder eingespielt haben.

• LED-Lampen als Leuchtmittel halten wesentlich länger als Glühbirnen mit einem älteren Wolframdraht. Dazu erwärmen sie sich weniger stark und sind mit praktisch allen modernen Lampen kompatibel. Ähnlich wie bei den großen Geräten gilt auch hier, dass Sie die höheren Kosten für die Anschaffung in kurzer Zeit durch den gesparten Strom wieder ausgleichen. Inzwischen gibt es außerdem LED-Leuchten, die hinsichtlich Lichtintensität und -wärme problemlos mit den „alten“ Modellen mithalten.

• Heizungen sollten immer freistehen. Blockieren Sie sie nicht durch Möbel oder große Gardinen, die Sie davorhängen. Ein Großteil der Hitze geht ansonsten verloren. Ebenfalls wichtig: Investieren Sie kein Geld in mobile Heizgeräte wie Heizstrahler. Diese Produkte sind extrem ineffizient und nur dort eine Lösung, wo keine andere Heizoption gegeben ist (wie etwa auf Baustellen). Mobile Heizungen erfordern außerdem einen sachgemäßen Umgang, der von Ihren Mietern vielleicht nicht eingehalten wird.

• Wartung und Pflege helfen auch im Haushalt dabei, Strom zu sparen. Lassen Sie daher die Heizkörper zu den vorgeschriebenen Zeiten warten, um eine bessere Verteilung der Wärme zu erreichen. Kühlschränke und Gefriertruhen sollten Sie regelmäßig abtauen und ebenfalls reinigen, damit diese ihre volle Kühlleistung mit weniger Strom bereitstellen.

• Die einfachste Methode, Strom zu sparen, besteht durch ein simples Ausschalten der Geräte. Investieren Sie daher in Produkte, die eine automatische Abschaltung bieten (sinnvoll im Fall von Fernseher oder AV-Receivern beispielsweise). Verlegen Sie Steckdosenleisten, sollte es sich unbedingt um Modelle handeln, die Sie per Knopfdruck ein- und ausschalten können. Platzieren Sie diese Geräte außerdem so, dass auch Ihre Mieter einfach an sie herankommen. Niemand kriecht gerne unter das Sofa, nur um einen Schalter umzulegen.

• Luxus muss nicht sein: Ein Wäschetrockner beispielsweise ist praktisch, aber in einer Monteurwohnung eigentlich überdimensioniert. Bieten Sie stattdessen Wäscheleinen oder -spinnen auf dem Balkon oder im Garten, um Geld zu sparen. Einem typischen Handwerker reicht das normalerweise aus, um Wäsche zu trocknen.

Wie Sie sehen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, in einem Monteurzimmer Geld alleine durch die Anschaffung moderner Geräte zu sparen. Scheuen Sie nicht die anfangs höheren Investitionen, da sich diese in der Regel nach einigen Jahren bereits amortisiert haben.

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Weitere Kostenreduktionen für alle Bereiche

Geld können Sie erfolgreich auch in den folgenden Bereichen abseits des Energieaufwands sparen:

Internet und Telefon

Hier schnüren die meisten Anbieter inzwischen Komplettpakete, die hin und wieder auch IPTV über das Internet ermöglichen. Aufgrund des hohen Konkurrenzdrucks auf dem Markt kommt es praktisch monatlich zu immer günstigeren Angeboten. Dies betrifft sowohl einzelne Anschlüsse für Internet und Telefon als auch die genannten Pakete. Ein kleiner Nachteil daran ist, dass diese Produkte meist mit einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten ausgestattet sind. Selbst, wenn Sie wollten, können Sie somit gar nicht immer auf den jeweils günstigsten Tarif wechseln.

Es kann sich daher lohnen, nach Angeboten ohne Vertragslaufzeit Ausschau zu halten, damit Sie schneller reagieren können. Wichtiger ist häufig jedoch, dass Sie Ihren Gästen getrennte Internet- und Telefonleitungen zur Verfügung stellen. Einerseits reduzieren Sie dadurch die Kosten für Sie selbst erheblich, da keine hohen Gebühren für Telefonate ins Ausland beispielsweise drohen. Außerdem flattern Ihnen keine Abmahnungen aufgrund von Störerhaftung ins Haus, wenn Sie nicht selbst für illegal heruntergeladene Daten verantwortlich sind. Informieren Sie sich am besten bei Anbietern, die sich auf die Bereitstellung von Internet und Telefon in Ferienwohnungen spezialisiert haben. Ein entsprechender Rechtschutz ist dort fast immer inbegriffen.

Beiträge und Versicherungen

Wie bereits erwähnt, existieren im Bereich der Versicherungen Anbieter, die auf die Bedürfnisse von Vermietern im Rahmen von Handwerker- und Monteurwohnungen exakt eingehen. Diese Versicherer bieten Ihnen meistens komplette Pakete, welche die speziellen Bedürfnisse von Vermietern wie Ihnen als Priorität sehen. Im Vergleich zum Abschluss von Versicherungen bei einem „gewöhnlichen“ Versicherer sparen Sie hier meistens Geld, außerdem sind Leistungen enthalten, die in anderen Paketen oft nicht mit an Bord sind.

Aber: Leider ist der Begriff „kann“ hier das Stichwort. Nicht immer sind diese Pakete günstiger, aber sie können Einzelleistungen in den Schatten stellen. Daher gilt: Vergleichen Sie die Angebote der Versicherer und entscheiden Sie so, wie Sie am günstigsten wegkommen. Möglicherweise haben Sie einen Bekannten aus der Versicherungsbranche in Ihrem Freundeskreis, der Ihnen aushelfen kann. Die Übersicht der diversen Leistungen im Schadensfall ist nämlich leider sehr komplex und oft nur mit Verständnis von Beamtendeutsch zu entschlüsseln.

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Putzaufwand und Personalkosten

Beide Posten gleichzeitig können Sie vergünstigen, indem Sie einige einfache Tipps befolgen. Stellen Sie beispielsweise immer ausreichend Putzmittel und Abfalleimer in der Wohnung bereit (die Putzmittel sind besonders im Badezimmer und der Küche notwendig, Abfalleimer sind überall eine gute Idee). Verwenden Sie Fußböden, die Sie einfach reinigen können. Ein Rotweinfleck auf einem weißen Teppich beispielsweise wäre eine Katastrophe, auf Fliesen hingegen kann Ihnen dieses Missgeschick vollkommen egal sein.

Bedenken Sie, dass Sie damit nicht nur die Kosten für die Instandsetzung von Möbeln und Fußböden reduzieren. Sie senken auch die Personalkosten, da entweder Sie selbst oder Ihre Mitarbeiter weniger Zeit mit der Reinigung der Monteurwohnung verbringen. Weiterhin werden Ihre Gäste ausgiebigen Gebrauch der Abfalleimer machen und so ganz von selbst für eine sauberere Wohnung sorgen.

Hier möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass sich bestimmte Oberflächen einfach besser für ein Monteurzimmer eignen. Fliesen, Parkett, Kunstharz und & Co. sind die richtige Innenausstattung. Achten Sie aber auch darauf, dass Sie die Wohnung nicht zu steril wirken lassen. Gardinen etwa werden nur selten „Opfer“ des beschriebenen Rotweinunfalls, und auch Holz lässt sich schließlich einfach reinigen. Schaffen Sie einen Spagat zwischen einfacher Reinigung und Wohnlichkeit und Sie werden die meisten Mieter überzeugt haben.

Der Abschluss: die Berechnung der Kosten

Sobald Sie mit der Aufstellung der Kosten fertig sind, rechnen Sie alle Posten zusammen. Das Ergebnis teilen Sie anschließend durch die zu erwartende Auslastung in Ihrer Monteurwohnung. Offensichtlich ist es nicht ganz einfach, den Bedarf an Wohnungen durch Handwerker bei Ihnen langfristig exakt vorherzusagen. Viel hängt an der Infrastruktur vor Ort und auch den Arbeiten, die in der Gegend derzeit und in den kommenden Jahren durchgeführt werden. In Gegenden mit viel Tourismus ist von permanenten Bauarbeiten in der Regel jedoch auszugehen.

Rechnen Sie trotzdem lieber ein wenig konservativ – also vielleicht mit einer Auslastung von 20 Nächten pro Monat. Bedenken Sie, dass Sie in der Nebensaison wahrscheinlich auch bei Handwerkern eine geringere Auslastung zu beklagen haben werden, da Arbeiten unter freiem Himmel beispielsweise dann nicht immer möglich sind. Wenn Sie alle Variablen unter einen Hut gebracht haben, können Sie das Ergebnis durch die Anzahl der Nächte und Gäste pro Jahr teilen. So erfahren Sie, wie hoch die Nebenkosten pro Gast und Nacht in Ihrem Monteurzimmer ausfallen.

Wie eingangs erwähnt, sollten Sie sich nicht zu knapp kalkulieren und die Wohnung unter Wert oder gerade so zum Selbstkostenpreis anbieten. Sie wollen schließlich nicht am Break-Even-Point aus der Sache herausgehen, sondern mit der Vermietung an Monteure auch Geld verdienen. Ansonsten geht es Ihnen schnell so wie der anfangs erwähnten Konkurrenz, die zu billig anbietet und daher ihre Türen bald schließen muss – im wahrsten Sinne des Wortes.

www.Monteurunterkunft.de