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Aktualisiert am:
09.05.18

Wohncontainer für Monteure und Handwerker auf Montage Leben im Wohncontainer: Lust oder Frust?

Reisende Handwerker, die auf der Suche nach einer kostengünstigen Übernachtungsmöglichkeit sind, buchen oft Monteurzimmer. Eine gute Alternative dazu sind moderne Wohncontainer. Der als Monteurzimmer genutzte provisorische Bau ist meist 14 m² groß. Seine gute Dämmung bietet ausreichenden Schutz vor Lärm und Kälte. Die als Monteurunterkunft verwendete Wohnbox hat eine einbruchsichere Stahltür, ein Fenster und eine Strom- und Wasserversorgung. Sie bietet genügend Platz für Bett, Stuhl, Tisch und Schrank. Manche Bauunternehmen stellen sogar komplett eingerichtete Container mit Küche und Bad zur Verfügung. Diese werden dann von mehreren Handwerkern bewohnt. Die Boxen sind aus Modulen zusammengesetzt und lassen sich neben- und übereinander aufstellen. Damit die Monteure schnell einsatzbereit sind, errichtet man sie meist am Einsatzort oder auf freien Flächen in dessen Nähe.

Wohncontainer für Monteure und Handwerker auf Montage

Viele Menschen assoziieren mit Wohncontainern Notunterkünfte für Flüchtlinge oder Wellblechbehausungen in den Slumvierteln armer Länder. Manch einem fallen auch die verbeulten und tristen Container ein, die in den 70er und 80er Jahren auf nahezu jeder Baustelle anzutreffen waren.

Fans dieser ungewöhnlichen Wohnform haben dagegen längst die vielen innovativen und revolutionären Möglichkeiten dieser Boxen entdeckt. Künstler und Architekten wie Rem Koolhaas verliehen ihnen ein völlig neues, modernes Design oder funktionierten sie um, etwa in futuristische Swimmingpools über den Dächern von Paris.

Die zahlreichen Vorteile der mobilen und flexiblen Wohncontainer nutzen inzwischen auch viele Baufirmen, wenn sie ihre Monteure und Handwerker auf Einsätze fernab der Heimat schicken. Doch was bedeutet das Leben in so einem rechteckigen Kasten, der auf den ersten Blick wenig heimelig wirkt, wenn nicht gerade ein Stararchitekt Hand angelegt hat? Welche Aspekte müssen Unternehmen berücksichtigen, wenn sie ihre Mitarbeiter in Wohncontainern unterbringen? Viele Fragen, viele Antworten:

Merkmale eines Wohncontainers: Klare Linien und robustes Material

Wohncontainer für Monteure und Handwerker auf Montage: klar und robust

Laut Duden handelt es sich bei einem Wohncontainer um einen nicht unterkellerten Behelfsbau, der als provisorische Unterkunft dient. Die Palette der angebotenen Produkte umfasst sowohl umgerüstete Seecontainer als auch extra hergestellte Wohncontainer, die es als gebrauchte und neue Modelle zu kaufen, zu leasen oder zu mieten gibt.

Damit eine eigens produzierte Appartementbox unkompliziert transportiert werden kann, orientieren sich deren Außenmaße in der Regel an der ISO-Norm von Schiffskisten. Die gängigen 20-Fuß-Modelle sind 6,055 Meter lang, 2,438 Meter breit sowie 2,591 Meter hoch. Individuelle Absprachen bei der Größe sind möglich, da die Container bei vielen Anbietern erst nach der Bestellung in Produktion gehen.

Die Innenmaße fallen – je nach Isolierung – etwas geringer aus und bieten eine Wohnfläche von rund 14 Quadratmetern. Ausgiebigere Spaziergänge in den eigenen vier Wänden ermöglichen die circa zwölf Meter langen 40-Fuß-Container, die aber genauso breit sind wie die 20-Fuß-Modelle.

Wind und Sturm haben die kompakten 20-Fuß-Unterkunftswürfel, die oft auch als Büros fungieren, ein Gewicht von etwa 2.000 Kilogramm entgegenzusetzen. Auch trotzen sie Schnee und Eiseskälte, denn die gesickten Wandbleche bestehen aus schall- und wärmeisolierenden Sandwichpaneelen, die auf einer Stahlunterkonstruktion angebracht sind.

Wohncontainer für Monteure und Handwerker auf Montage: verschiedene Farben

Die Auswahl der Farbgebung der Container ist nahezu grenzenlos und lässt viel Spielraum für das Umsetzen kreativer Ideen. Bekannt sind beispielsweise die rostroten und marineblauen Häuser des Architekten Adam Kalkin.

Ein Wohncontainer verfügt normalerweise über einen einzigen Raum, ein Fenster sowie eine Türe. Diese Einheit lässt sich im Verbund mit anderen Modulen beliebig erweitern, sodass das Errichten selbst mehrstöckiger Gebäudekomplexe möglich ist. Auf diese Weise sind in den letzten Jahren etliche autarke Containerdörfer entstanden wie die Studentenwohnheime in Berlin, München und Amsterdam.

Innenausstattung: Eine Frage des Preises und Verwendungszweckes

Die Varianten bei der Ausstattung eines Wohncontainers reichen von einfachen Standards bis hin zu Luxusausführungen. Die Basismodelle umfassen für gewöhnlich ein bis zwei Fenster, eine Stahlaußentüre und Stromanschlüsse. Bequem lassen sich diese Ein-Raum-Zellen mit Betten, Tischen und Schränken als Schlafstätte einrichten.

Wohncontainer für Monteure und Handwerker auf Montage: Inneneinrichtung

Im Angebot vieler Verkäufer finden sich auch bereits möblierte Container, für die – wie für Heizung und Klimaanlagen – ein Aufpreis zu bezahlen ist. Zum gehobenen Sektor zählen Ausstattungen mit Küchenzeile und Wasch-/WC-Bereich. Da diese Anschaffung durchaus einige Tausend Euro verschlingt, ist es im Baugewerbe nicht unüblich, Sanitär- und Küchencontainer für mehrere Nutzer aufzustellen.

Letztendlich gestaltet sich das Interieur einer Wohnbox nach ihrem Verwendungszweck sowie nach den Wünschen und dem Umfang des Geldbeutels des Kunden.

Die einzelnen Raummodule: Intelligentes Steckprinzip

Die jeweiligen Containermodule wie Büro oder Schlafgelegenheit sind so konzipiert, dass sie sich leicht mittels bereits vorhandener Verschlusssysteme miteinander verbinden lassen. Wie bei einem Tetris-Spiel lassen sich die Quader sowohl übereinander als auch nebeneinander positionieren. Durch das Weglassen der auswechselbaren Wandelemente oder durch das Einziehen von Innentrennwänden lässt sich die Größe des Raumes beliebig erweitern oder verkleinern.

Ein weiteres Plus des Steckprinzips ist, dass es das Verlegen von Rohren und Leitungen erlaubt. Somit können die einzelnen Wohneinheiten komplett von einer zentralen Stelle aus mit Wasser und Strom versorgt werden.

Wohncontainer für Monteure und Handwerker auf Montage: Steckprinzip

Bei der Planung eines Containergebäudes oder -dorfes ist zu berücksichtigen, dass das nachträgliche Einbauen von Türen in eine Box aus statischen Gründen kaum möglich ist. In solchen Fällen ist es ratsam, sich von vornherein für ein Verbundsystem mit Durchgängen zu entscheiden. Auf diese Weise entfallen lange Wege – etwa im Winter durch die Kälte -, um von einem Container zum nächsten zu gelangen.

Das Fundament: Keine instabilen Kompromisse

Containerbauten benötigen einen tragfähigen, ebenen und festen Untergrund, der - wie Frostschutzkies - versickerungsfähig ist, um nicht bei Regen aufzuweichen. In manchen Fällen ist es geboten zu überprüfen, ob ein festes Fundament vonnöten ist. Aufgrund des hohen Gewichts kann dies schon mal bei gestapelten Wohnwürfeln vorkommen.

Wohncontainer für Monteure und Handwerker auf Montage: Fundament

Wer sich unsicher ist, sollte bei der städtischen Baubehörde vor Ort um entsprechende Auskunft nachfragen. Denn sollte es bei einem falsch gewählten Untergrund zu Unfällen kommen, können hohe Haftungskosten entstehen. Damit niemand Schaden erleidet, sollte man bei diesem Thema also kein Risiko eingehen.

Der passende Stellplatz: Was gibt es bei den Bauvorschriften zu beachten?

Temporäre Baucontainer finden meistens Platz auf dem jeweiligen Einsatzareal. Sollte dies mal nicht möglich sein, bieten viele Städte für wenig Geld Freiflächen zum Aufstellen an. Praktischerweise sollten diese nicht allzu weit von der Arbeitsstätte entfernt liegen und über eine gute Infrastruktur mit Einkaufsmöglichkeiten, Gaststätten und auch Ärzten verfügen.

Container, die nur der vorübergehenden Nutzung dienen, können theoretisch in die Kategorie der Behelfsbauten fallen, für die geringere Anforderungen an die Bauausführung gelten. Oft entfällt auch die Baugenehmigungspflicht. Dennoch müssen die Quader dem Bauamt – meist in Form eines Nutzungs- und Aufstellungsantrags - angezeigt werden.

Da die Bauverordnungen der einzelnen Bundesländer äußerst unterschiedlich sind und es teils auch eine Ermessensfrage ist, wie eine Behörde das Gebäude einstuft, lohnt sich vorab schon mal ein Blick in die jeweilige Landesbauordnung. Dort finden sich auch Hinweise auf bestimmte Auflagen, die die Boxen etwa im Hinblick auf Standsicherheit und Brandschutz zu erfüllen haben.

Wohncontainer für Monteure und Handwerker auf Montage: Stellplatz

Wer als Privatperson von einem Leben in seinen eigenen vier Containerwänden träumt, dürfte einige Hindernisse zu überwinden haben. Zum einen bedarf es der Genehmigung der örtlichen Gemeinde, die für einzelne Wohngebiete Bebauungspläne erstellt hat. Diese listen oft sehr genau die Gestaltung von Fassaden, Dächern und anderen baulichen Merkmalen auf. Zum anderen könnte es zum Ärger mit dem Nachbarn kommen, dem das neue Häuschen in unmittelbarer Wohnnähe möglicherweise nicht gefällt.

In solchen Fällen lässt sich auf Gewerbegebiete ausweichen, in denen man leichter die Erlaubnis für das Aufstellen eines Containers erhält – seltener aber eine für die reine Wohnnutzung. Als Alternative bieten sich letztendlich noch bestimmte Campingplätze an, die containerbasierte Mobilheime dulden.

Einbrüche: Wie sicher sind Wohncontainer?

Wohncontainer für Monteure und Handwerker auf Montage: Einbruch

Wie bei Häusern nutzen Einbrecher auch bei Wohncontainern die Türe gerne als Einstiegsmöglichkeit. Doch beißen sie sich bei den modernen mobilen Unterkünften meistens die Zähne aus, denn diese lassen sich gut mit integriertem Profilzylinderschloss und weiteren Zusatzvorrichtungen wie Schlosskrallen sichern.

Die Kosten für Wohncontainer: Kauf oder Miete?

Je nach Ausstattung belaufen sich die Kosten für den Kauf eines neuen Wohncontainers zwischen 400 bis über 1.000 Euro pro Quadratmeter, also insgesamt zwischen 5.000 und 20.000 Euro pro Modell. Bei einem Appartement der gehobeneren Klasse, das eine Nasszelle sowie eine Küchenzeile aufweist, ist mit einem Preis von etwa 15.000 Euro zu rechnen.

Eine kostengünstigere Alternative ist die Anschaffung einer gebrauchten Raumzelle, die sich aufgrund ihres robusten Materials oft noch in einem hochwertigen Zustand befindet. Diese ist im Vergleich zum Neupreis rund die Hälfte billiger.

Eine andere Möglichkeit ist das Mieten von Containern, was den Vorteil mit sich bringt, sich nach Abschluss etwa von Bauarbeiten nicht mehr um die Unterbringung der Kisten kümmern zu müssen. Die Angebote auf dem Markt sind zahlreich und variieren. Im Schnitt beträgt die Miete zwischen 100 und 200 Euro pro Monat (ohne Einrichtung).

Wohncontainer für Monteure und Handwerker auf Montage: Container mieten

Unterm Strich ist es ein Rechenexempel, welche Variante – etwa in Abhängigkeit von der Dauer des Einsatzes der Container oder der Anzahl der unterzubringenden Mitarbeiter – die preiswerteste Lösung ist. Speziell bei Baufirmen sollte in die Überlegungen mit einfließen, dass es bei einer höheren Stückzahl Rabatte gibt und dass man im Falle einer Entscheidung für das Mieten keinen allzu langen Zeitraum in den Blick nimmt. Denn sollte ein Projekt schneller als geplant beendet sein, entstehen unnötige Kosten für die Pacht.

Einsatzmöglichkeiten: Wohncontainer für unterschiedlichste Bedürfnisse

Schon lange finden sich Wohncontainer nicht mehr nur auf einem Baugelände, sondern sie haben auch die verschiedensten öffentlichen und privaten Bereiche erobert. Insbesondere während der großen Flüchtlingswelle in Europa ab dem Jahr 2015 boomte die Nachfrage nach diesen leicht zu transportierenden und preiswerten Unterkünften.

Wohncontainer für Monteure und Handwerker auf Montage: Container transportieren

Die flexiblen Stahlkonstruktionen dienen aber nicht nur als Schlafdomizil, sondern kommen auch bei vielen anderen Gelegenheiten zum Einsatz: als temporäre Behelfsbauten für Schulen und Krankenhäuser, als Aufenthalts- oder Lagerungsmöglichkeit, als Ausstellungshalle bei Messen, als Verkaufspavillons und vieles andere mehr.

Auch das Interesse von Privatleuten an den fertig vorinstallierten Würfeln wächst, die sie teilweise als Ferien-/Gästehaus, Hobbyraum oder sogar, wenn auch seltener, als eigenes Zuhause nutzen.

Anbieter von Wohncontainern: Eine große Auswahl

Im Internet sind zahlreiche Verkäufer und Vermieter von gebrauchten und neuen Wohncontainern zu finden. Viele bieten ähnliche Leistungen an, die teils auch Rundum-Service-Pakete wie die Planung von Gebäudekomplexen, deren Auf- und Abbau sowie eine ständige Betreuung enthalten.

Bei geleasten oder gemieteten Objekten sind die Kunden zumeist verpflichtet, eine Versicherung gegen Feuer, Diebstahl, Leitungswasser, Hagel, Sturm und Vandalismus abzuschließen. Einige Händler bieten entsprechende eigene Policen an.

Wohncontainer: Vor- und Nachteile

Wohncontainer für Monteure und Handwerker auf Montage: Vor- und Nachteile

Nachteile

Die Negativseiten von Wohncontainern – vor allen Dingen als vorübergehende Bleibe - sind überschaubar. Psychisch können die schmalen Wände und die relativ niedrige Decke bei dem einen oder anderen dazu führen, sich eingeengt zu fühlen. Unangenehm ist es sicherlich auch, dass in den meisten Fällen kein eigener Sanitär- und Küchenbereich zur Verfügung steht. Sind die Wohnboxen schon älteren Datums oder sonstwie beschädigt, kann es auch passieren, dass die Wärmedichtung nicht mehr optimal funktioniert.

Für den Privatgebrauch ist von Nachteil, dass es keinen Keller gibt und dass das Aufstellen von Wohnwürfeln nicht überall erlaubt ist. Optisch treffen sie auch nicht immer jedermanns Geschmack oder fügen sich harmonisch ins Landschaftsbild ein.

Wer sich für einen gebrauchten und umgerüsteten Seecontainer entscheidet, sollte sich erkundigen, welche Waren in ihm gelagert waren. Denn Obstfrachter beispielsweise sind oft mit Pestiziden und ähnlichen Giftstoffen behandelt, die sich als gesundheitsschädlich erweisen können.

Vorteile

Zu den Vorzügen von Wohncontainern zählt, dass sie bei einer Anlieferzeit von vier bis sechs Wochen sehr schnell schlüsselfertig einsatzbereit sind. Somit ist der Termin des Einzugs gut kalkulierbar und verzögert sich nicht auf unabsehbare Zeit, was leicht während des Baus eines neuen Hauses passieren kann. Ebenfalls fallen keine überraschenden Mehrkosten an, sondern die Höhe der Ausgaben lässt sich exakt bestimmen.

Wohnboxen auf dem Bau ersparen darüber hinaus den Mitarbeitern lange Anfahrtswege und Reisespesen. Auch ist der Monteur oder Handwerker etwa in der Mittagspause schnell in seinem eigenen kleinen Heim, wo er sich ungestört ausruhen kann. Da die Unterbringung nur von temporärem Charakter ist, kann man sich mit möglicherweise fehlendem Komfort arrangieren.

Privatleute, die sich für das mobile Wohnen begeistern, verbinden damit häufig ein neues Lebensgefühl von Freiheit und Unabhängigkeit. So können sie bequem bei Fernweh oder bei einem Jobwechsel ihr Domizil an einen anderen Ort verlagern, ohne sich auf Wohnungssuche machen und sich mit Vermietern herumschlagen zu müssen - sofern sie ein geeignetes Terrain für ihren Container finden.

Die Geschichte des Containers: Eine kurze Reise durch die Zeit

Wohncontainer für Monteure und Handwerker auf Montage: alter Container

Mobiles Wohnen ist generell keine Erfindung der Neuzeit und auch nicht allein der Menschheit vorbehalten, wenn man an die gehäusetragende Weinbergschnecke denkt. Bereits während des erdgeschichtlichen Zeitalters des Jungpaläolithikums (etwa 45.000 bis 10.000 Jahre v. Chr.) dienten leicht zu transportierende Zelte als Schutz vor den Launen der Natur.

Mobiles Wohnen in Containern ist jedoch eine Idee, die vor noch nicht allzu langer Zeit entstanden ist und für die der US-amerikanische Spediteur Malcom McLean (1913 in Maxton/North Carolina geb., 2001 in New York gest.) die Voraussetzungen geschaffen hatte.

Dieser hatte sich einst maßlos darüber geärgert, dass das Be- und Entladen der Frachtschiffe so lange dauerte. „Zeit ist Geld“, murmelte McLean und ersann im Jahr 1937 eine simple, aber geniale Erfindung: das Verfrachten der kompletten Ladung eines Lkws in speziellen Behältern, wobei baugleiche Lastwagen die Anlieferung zum Schiff sowie das spätere Abholen übernehmen sollten. Es dauerte allerdings noch bis zum April 1956, bis McLeans Reederei Sealand diesen Plan realisierte und auf diese Weise 58 Lkw-Aufbauten von Newark nach Houston transportierte.

Anfangs zeigten sich andere Spediteure wenig angetan von dieser neuen Form der Rationalisierung. Zum einen scheuten sie die hohen Umrüstungskosten und zum anderen fürchteten sie einen Rückgang des lukrativen Stückgutgeschäfts. Auch die Gewerkschaften protestierten und warnten vor Massenentlassungen.

Dennoch konnte sich das Prinzip der Containisierung mehr und mehr durchsetzen bis hin zu den bis heute gültigen Maßen der Transportbehälter, die die International Organization for Standardization (ISO) im Jahr 1964 festlegte. Auch die „Twistlocks“, die Drehverschlüsse an den Ecken zum Verkoppeln der Container, sind genormt.

Wohncontainer für Monteure und Handwerker auf Montage: Container Verschluss

Parallel zur Erfindung des Frachtcontainers entstand zu Beginn der 1930er Jahre die Idee der Raumzelle. Dabei erwies sich der US-Amerikaner Richard Buckminster Fuller als Architekt mit Visionen für revolutionäre Wohnkonzepte, die er unter dem Namen „Dymaxion“ präsentierte. Einen größeren Auftrag erhielt er Anfang der 1940er Jahre von Großbritannien. Da hier viele Menschen aufgrund der Bombardements während des Zweiten Weltkriegs ihre Bleibe verloren hatten, war der Bedarf nach „Dymaxion Deploment Units“, runde Notbehausungen aus Wellbech, groß.

In ihren Anfängen galten mobile Wohneinheiten als Behelfsunterkünfte bei Katastrophen oder sozialen Notfällen. Doch mit der Zeit etablierte sich vor allen Dingen in den USA die Idee der „mobile homes“, sodass im Jahr 1953 schon mehr als zwei Millionen Amerikaner diese Wohnform praktizierten. In den folgenden Jahren entstanden dort immer größere und komfortablere Modelle bis hin zum Mini-“tiny-house“ auf Rädern.

Die Europäer standen dagegen dem mobilen Wohnen zunächst sehr skeptisch gegenüber. Hier galten nicht-sesshafte Menschen lange als suspekt und nicht integer. Ein langsamer Wandel fand ab den 1970er Jahren statt, als transportable Wohn- und Bürozellen immer häufiger das Stadtbild prägten.

Heutzutage haben sich auch die Europäer an die mobilen und flexiblen Container gewöhnt und nutzen sie bei vielen Gelegenheiten, allerdings nur eine Minderheit von ihnen als private Wohnunterkunft.

Ein Artikel von:
Dennis Josef Meseg - Pixelhauer Medien | Monteurunterkunft.de

WICHTIG: Trotz sorgfältigster Recherche zu unseren Artikeln und Berichten können wir keinerlei Haftung für die Aktualität und Richtigkeit der Angaben übernehmen. In rechtlichen Angelegenheiten sollten Sie immer Ihren Anwalt oder Steuerberater fragen.

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