Alle Artikel

Aktualisiert am:
08.05.18

Hostel als Monteurunterkunft

Als Hostel werden im typischen Stil der Jugendherbergen geführte Unterkünfte bezeichnet, die sich für Reisende und Backpacker ob ihrer geringen Kosten etabliert haben. Auch wenn sie keine dauerhafte Lösung für Handwerker und Arbeiter darstellen, empfehlen sie sich als Monteurzimmer für kurzfristige Aufträge ohne Planungszeit. Zu beachten sind vor der Buchung unter anderem Sauberkeit, kostenfreises WLAN und die Verfügbarkeit von speziellen Arbeitsräumen mit Computern. Informationen über Regeln und die Nachtzeit sind im Rahmen der Hausordnung häufig auch online einsehbar. Für einen längeren Aufenthalt in der provisorischen Monteurunterkunft empfiehlt sich die Mitnahme von Bettwäsche oder mindestens einem Kissenbezug, Handtüchern, Ohrstöpseln, Hausschuhen und Verlängerungsleitungen sowie Steckdosen für elektronische Arbeitsgeräte. Es lohnt sich außerdem, nach einem Preisnachlass zu fragen und um eine Möglichkeit zu bitten, wichtige Mitbringsel diebstahlsicher verschließen zu dürfen.

Hostel als Monteurunterkunft

Auf Montage im Hostel übernachten – warum nicht?

Das Problem kennen sicherlich viele Handwerker und Berufsreisende. Ein Auftrag kommt so plötzlich, dass nicht mehr genügend Zeit ist, nach einem passenden Monteurzimmer, einer Monteurunterkunft oder nach einem Zimmer in einem Arbeiterwohnheim zu suchen. Alles ist bereits vermietet, oder es gibt nichts Passendes vor Ort. Es kann aber auch sein, dass der Auftrag in einer begehrten Gegend zur Hochsaison erledigt werden muss und alle angebotenen Ferienwohnungen und Hotelzimmer so teuer sind, dass sich der Arbeitseinsatz gar nicht mehr lohnt. Zum Glück gibt es heute vielerorts Hostels.

Die Frage ist nur: Was unterscheidet ein Hostel von Hotels, Jugendherbergen oder Ferienwohnungen? Ist es für einen Berufsreisenden überhaupt empfehlenswert, in einem Hostel zu übernachten? Die Antwort ist einfach: Hostels haben durchaus ihre Vorteile. Allerdings sollte man vor der Anreise einiges beachten.

Was ist ein Hostel?

Hostel als Monteurunterkunft: Was ist ein Hostel?

Der Begriff "Hostel" stammt eigentlich aus Südafrika. Dort waren Hostels die äußerst primitiven Unterkünfte schwarzer Wanderarbeiter. Als in Deutschland Anfang des 20. Jahrhunderts Jugendherbergen modern wurden, griff man diese Idee im englischsprachigen Raum auf und erinnerte sich an die Bezeichnung aus Südafrika. Aus den ersten Hostels entwickelte sich über die Jahrzehnte eine internationale Ausgabe der typisch deutschen Jugendherbergen. Die ersten Vertreter von Hostels, wie man sie heute kennt, entstanden übrigens in Australien.

Heute findet man sie überall auf der Welt. Hostels werden häufig mit Jugendherbergen gleichgestellt. Allerdings gibt es zwischen Hostels und Jugendherbergen einige Unterschiede.

Jugendherbergen sind in einem Bundes- und in unterschiedlichen Landesverbänden organisiert. Die Verbände werden subventioniert und können auf zahlreiche freiwillige Mitarbeiter zurückgreifen. All dies ermöglicht das besondere Flair der Jugendherbergen, die trotz aller Annehmlichkeiten oft ausgesprochen günstig sind.

Wer dort übernachten will, muss jedoch Mitglied beim Deutschen Jugendherbergswerk sein! Hostels sind dagegen nicht zwangsläufig in einem Verband. Allerdings ist das von Land zu Land unterschiedlich. In Australien kann sich beispielsweise die Mitgliedschaft in einem Verband finanziell durchaus lohnen. Außerdem arbeiten in den USA und in England viele Hostels mit dem YMCA (Christlicher Verein junger Menschen) zusammen. Mancherorts ist die Übernachtung in einem Hostel deutlich kostspieliger, wenn man kein YMCA-Mitglied ist. Außerdem werden dann oft nur Gäste aufgenommen, die noch nicht älter als 35 sind.

Woran erkenne ich ein gutes Hostel?

Hostel als Monteurunterkunft: Frau an Rezeption

Eine Wohnung für Monteure muss vor allem praktisch und sauber sein und dem reisenden Handwerker die Möglichkeit zur Selbstverpflegung bieten. In einer guten Arbeiterwohnung oder Handwerkerunterkunft gibt es genug Steckdosen für die elektrischen Geräte, Tablets, Laptops und Smartphones. Außerdem liegen perfekte Unterkünfte für Monteure nahe am Arbeitsplatz, damit der tägliche Transport nur wenig Geld und Zeit kostet.

Da der Begriff "Hostel" jedoch nicht geschützt ist, bezeichnen sich heute oft auch sehr einfache Hotels als Hostel. Sie versuchen auf diese Art gezielt jugendliche Reisende anzulocken und vergessen, dass gerade Hostels eine Reihe von Anforderungen erfüllen sollten.

Folgende Punkte machen ein gutes Hostel aus:

  • Der Zimmerpreis liegt deutlich unter den ortsüblichen Hotelpreisen.
  • Es sind sowohl Einbett- als auch Zweibettzimmer im Angebot. Gute Hostels haben auch Mehrbettzimmer für Gruppen.
  • Es ist sauber.
  • WLAN ist kostenfrei.
  • Einige Zimmer haben ein eigenes Bad, außerdem gibt es ausreichend Gemeinschaftsbäder.
  • Es steht einen Gemeinschaftsraum mit einem TV-Gerät zur Verfügung, da auf den Zimmern meist weder TV noch Radio vorhanden ist.
  • Es gibt einen Gemeinschaftsraum zum Essen und Klönen.
  • Das Frühstück ist im Preis inbegriffen. Wenn nicht, muss es ein preisgünstiges Angebot geben.
  • Es gibt eine Gemeinschaftsküche, in der man sich selbst verpflegen kann, oder eine sehr preiswerte Kantine.
  • Es gibt Arbeitsräume mit Computern.
  • Es gibt Regeln und eine ausführliche Hausordnung, die bereits online einsehbar ist.

Worauf muss ich mich bei einem Aufenthalt im Hostel einstellen?

Hostel als Monteurunterkunft: Gäste im Hostel

Ein Hostel ist kein typisches Arbeiterwohnheim, und es ist auch kein Hotel für wohlhabende Städtereisende oder Familien mit Kindern. Ein Hostel ist immer und überall auf der Welt in erster Linie ein preiswertes und praktisches Hotel für junge Leute, die mit dem Rucksack die Welt bereisen.

Diese Backpacker haben ihre eigenen Regeln. Sie sind offen und immer bereit, neue Menschen kennenzulernen. Sie sind kommunikativ, neugierig und wissbegierig. Manche von ihnen arbeiten an ihrem Reiseziel, um etwas Geld dazuzuverdienen. Die meisten von ihnen sind jedoch in einer Art Dauer-Urlaub. Deshalb herrscht in einem Hostel meist eine entspannte und fröhliche Stimmung, in der sich Handwerker und Berufsreisende vielleicht etwas fremd fühlen können.

Dank der Urlaubsstimmung sind die wenigsten Backpacker Frühaufsteher. Oft erobern sie in der Nacht die Stadt und schlafen morgens lange. Der Frühstücksraum ist deshalb vor zehn Uhr gerne öde und leer – dafür kann es in einem Hostel am späten Abend und in der Nacht eine gewisse Unruhe geben.

Gerade deshalb ist die Hausordnung so wichtig. Ein Hostel mit vielen Gästen in Partylaune kann für einen Monteur oder reisenden Handwerker sehr belastend sein. Wer um 5 Uhr morgens aufstehen und zur Arbeit muss, braucht seinen Schlaf. " Tipp: Achten Sie bei der Hostel-Buchung darauf, dass zumindest einige Zimmer eigene Bäder haben und dass es Regeln zur Nachtruhe gibt. In solchen Hostels ist die Wahrscheinlichkeit für eine ruhige Nacht wesentlich größer. Viele Hostels kennen das Problem und erwähnen bereits auf ihrer Webseite, dass ab 22 oder 23 Uhr Nachtruhe herrscht. Wenn die Nachtruhe nirgendwo erwähnt wird, sollte man sich besser eine andere Handwerkerwohnung suchen. "

Typische Hostel-Hausordnung

Es gibt Hostels, die überhaupt keine Regeln haben, und es gibt Hostels mit einer langen und ausführlichen Hausordnung. Wer sicher sein will, schaut sich alle Regeln an. Meist findet man sie heutzutage bereits online.

Hostel als Monteurunterkunft: Hausregeln

Typischerweise gibt es ein Alkohol- und Rauchverbot. Viele Hostels haben heute eine Bar, in der Alkohol ausgeschenkt wird, während Alkohol in den Gemeinschaftsräumen oder auf dem Zimmer verboten ist.

In vielen Hostels gibt es auch feste Reinigungszeiten oder genaue Putzanweisungen für die Abreise. Ebenfalls wichtig: Wer ein Zweibett-Zimmer bekommt und dort alleine übernachtet, kann riskieren, das Zimmer mit einem Fremden teilen zu müssen. Deshalb sollte man immer darauf achten, dass man wirklich ein Zimmer und nicht nur ein Bett mietet. Außerdem ist es in vielen Hostels verboten, auf dem Zimmer zu essen oder Kaffee zu kochen. Gerade dieser Punkt kann für Monteure sehr schwierig sein.

Manchmal taucht in der Hausordnung das Wort "Lockout" auf. Manche Hostels werden in der Nacht völlig abgesperrt. Andere haben einige Sperrstunden pro Tag oder pro Woche, in denen das Hostel gereinigt wird. Wer das nicht weiß und auf dieses System nicht eingestellt ist, kann plötzlich vor einer verschlossenen Tür stehen. Beim Stichwort "Lockout" sollte man unbedingt auf die angegebenen Uhrzeiten achten.

Welche Vorteile hat ein Hostel?

Wenn der Arbeitseinsatz in einer fernen Stadt oder im Ausland ist, bietet ein Hostel viele Möglichkeiten. Die Hostel-Betreiber sind auf ein internationales Publikum eingestellt. Die Mitarbeiter können meist alle Fragen in mehreren Sprachen beantworten. Sie wissen, wann welche Events auf dem Programm sind. Sie kennen die günstigsten Geschäfte und alle praktischen Probleme, die ein Reisender haben kann.

Sie empfehlen gute und günstige Verkehrsverbindungen und geben Tipps, wenn es um preisgünstige Restaurants geht. Meist sind auch die anderen Gäste sehr hilfsbereit, da Backpacker immer zusammenhalten und anderen Gästen gerne ihre eigenen Erfahrungen weitergeben.

Hostel als Monteurunterkunft: Gäste unterhalten sich

Wer also an einem Ort arbeiten muss, an dem er noch nie war und vielleicht sogar in einem Land ist, dessen Sprache er nicht einwandfrei versteht, kann in einem Hostel bei den Mitarbeitern und anderen Gästen mit viel Hilfe rechnen. Last not least ist ein Hostel immer eine besonders preisgünstige Übernachtungsmöglichkeit.

Was muss ich mitbringen?

Hostels sind keine Hotels. Deshalb muss man beim Kofferpacken an einiges denken. Allerdings ist das Angebot von Hostel zu Hostel und je nach Preisklasse etwas unterschiedlich. Vor der Anreise sollte man sich deshalb informieren. Generell muss man sich jedoch auf eine recht umfangreiche Reisetasche einstellen.

Allerdings braucht man auch keine Panik zu bekommen. Es macht nichts, wenn man etwas vergisst. Die meisten Hostels vermieten oder verkaufen alles, was man vor Ort braucht. Dabei ist es egal, ob man die Bettwäsche mieten oder eine Zahnbürste kaufen will.

Hostel als Monteurunterkunft: Gepäck Das sollte man im Gepäck haben:

  • Bettwäsche oder zumindest einen Kopfkissenbezug. Möglicherweise eine eigene Decke. Achtung: Schlafsäcke sind aus hygienischen Gründen vielerorts verboten!
  • Handtücher
  • Hausschuhe oder Flipflops für den Weg zum Gemeinschaftsbad.
  • Shampoo und Seife
  • Ohrstöpsel
  • Gürteltasche (sehr wichtig bei Gemeinschaftsbädern: Nie das Geld im Zimmer liegen lassen, sondern immer mitnehmen!)
  • zusätzliche Verlängerungsleitungen und Steckdosen für elektronisches Arbeitsequipment. Hostels haben häufig weniger Steckdosen als Hotelzimmer oder Ferienwohnungen.

Ich will länger bleiben – was dann?

Hostels sind auf Reisende eingestellt, die nur kurz bleiben. In manchen Hostels wird es nicht gerne gesehen, wenn sich Gäste für einen längeren Zeitraum einmieten, da das dem Hostel-Geist widerspricht. Backpacker wollen häufig neue Menschen kennenlernen. Es soll deshalb eine gewisse Fluktuation herrschen, damit das Hostel "lebt" und nicht stagniert. Wer länger als zwei Wochen bleiben will, sollte deshalb vorher unbedingt anfragen, ob das gerne gesehen ist.

Es wird in den seltensten Fällen Probleme geben, trotzdem sollte man diese Wünsche schon vor der Anreise ansprechen. Vor allem in der Hochsaison oder an sehr beliebten Reisezielen kann man dadurch plötzlichen Ärger vermeiden. Außerhalb der Saison kann ein längerer Aufenthalt dagegen sogar zu einem Preisnachlass führen. Offenheit ist in einem Hostel das A und O!

Ein Artikel von:
Dennis Josef Meseg - Pixelhauer Medien | Monteurunterkunft.de

WICHTIG: Trotz sorgfältigster Recherche zu unseren Artikeln und Berichten können wir keinerlei Haftung für die Aktualität und Richtigkeit der Angaben übernehmen. In rechtlichen Angelegenheiten sollten Sie immer Ihren Anwalt oder Steuerberater fragen.

Alle Städte A-Z

Zeig mir alle Städte

Favoriten

Karte

Stadtliste

Registrieren

Login