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Abbrucharbeiten auf Baustellen

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Richtiges Verhalten bei Abbrucharbeiten für Beschäftigte

abbrucharbeiten bild

Der Abbruch bzw. der Abriss eines Bauwerkes gehört zu den täglichen Aufgaben von Beschäftigten im Bauwesen. Darunter versteht man ein komplettes oder auch geteiltes Zerstören und Entsorgen von Bauwerken aller Art. Für einen Abbruch gibt es unterschiedliche Methoden, zum Beispiel Zerschlagen, Demontieren, Einreißen oder Abtragen. Bei großen Bauwerken werden zum Teil auch kontrollierte Sprengungen eingesetzt, sofern es die örtliche Umgebung ermöglicht.

Bei Abbrucharbeiten lauern für die Beschäftigten auf Baustellen allerdings zahlreiche Gefahren – so können unzureichende Kenntnisse über statische Verhältnisse oder fehlende Abstützungen zu einem plötzlichen Einsturz von Decken, Wänden oder Zwischendecken führen. Risikoreich ist ebenfalls ein unkontrollierter Einsturz durch unzureichende Reichhöhen des Abbruchgerätes. Die falsche Wahl der Abbruchmethode kann schlimme Folgen haben sowie auch der Einsturz des Bauwerkes durch unzureichende Kenntnisse vom Zustand des Bauwerkes.

Deshalb ist es enorm wichtig, dass alle Beschäftigten bei Abrissarbeiten bestimmte Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen auf der Baustelle befolgen, damit die Gesundheit geschützt wird und Unfälle vermieden werden können. Daher ist zuerst der bauliche Zustand des abzubrechenden Bauwerkes und der angrenzenden Bauteile in statischer und konstruktiver Hinsicht zu prüfen, bevor die Abbrucharbeiten beginnen. Die Durchführung dieser Arbeiten muss stets ausführlich und genau geplant werden. Je nach den örtlichen Gegebenheiten muss die richtige Abbruchmethode ausgesucht werden, zum Beispiel Demontieren, Einreißen oder Abtragen.

Bevor mit dem Abbruch begonnen wird, muss die zuständige Berufsgenossenschaft darüber informiert werden. Besonders schwierige und große Abrisse dürfen erst starten, wenn auf der Baustelle eine schriftliche Abbruchanweisung des Unternehmers vorhanden ist und alle Beteiligten genau eingewiesen wurden. Zu den Aufgaben im Vorfeld gehört auch eine Absperrung aller Gefahrenbereich bzw. eine Absicherung dieser durch entsprechende Warnposten. Verkehrswege und Fluchtwege sind von Material durch den Abbruch freizuhalten.

Die Person, die für die Abbrucharbeiten Aufsicht führt, muss das Abbruchobjekt zu jeder Zeit im Blick haben – deshalb darf sie währenddessen beispielsweise nicht selbst als Baggerfahrer beschäftigt sein. Alle Beschäftigten auf der Baustelle sind dazu verpflichtet eine persönliche Schutzausrüstung zu tragen: Dazu zählt ein Schutzhelm, ein Gehörschutz, Sicherheitsschuhe und zum Teil auch eine Staubmaske. Der Einsatz, die Auswahl und das Zusammenwirken von Geräten muss untereinander abgepasst werden, wie im Fall einer Verwendung von Schutzaufbauten gegen eventuell herabfallende Gegenstände.

Gibt es Störungen bei den Abbrucharbeiten oder eine drohende Gefahr, müssen alle Arbeiten sofort unterbrochen werden. Eine Veranlassung von arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen ist nötig, wenn Gehörschutz oder Atemschutzgeräte verwendet werden. Kommt es zu einem Unfall auf der Baustelle gilt es Ruhe zu bewahren, die Unfallstelle zu sichern sowie den Ersthelfer bzw. einen Rettungswagen zu benachrichtigen. Auch der direkte Vorgesetzte oder der Arbeitgeber sollten in einer solchen Situation verständigt werden.

Damit es erst gar keine Unfälle gibt, müssen die Vollständigkeit und die Funktion der Sicherheits- und Schutzeinrichtungen in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Für die Wartung und Instandhaltung der Arbeitsmittel, die bei der täglichen Arbeit eingesetzt werden, sollten stets die Betriebsanleitungen des Herstellers bedacht werden.

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